Friedrich-August-Hütte/Nordenham - Wenn auf den Bau einer Erschließungsstraße verzichtet werden kann, soll im Frühjahr nächsten Jahres ein neues Gewerbegebiet an der Martin-Pauls-Straße in Friedrich-August-Hütte mit mindestens 3 Hektar und höchstens 5,7 Hektar Größe zur sofortigen Bebauung zur Verfügung stehen. Das hat die NWZ vom städtischen Wirtschaftsförderer Jürgen B. Mayer erfahren.

weitere Interessenten

Für dieses neue Gewerbegebiet gibt es bereits zwei verbindlich interessierte Nordenhamer Firmen. Hinzu gekommen sind zwei weitere Interessenten, bei denen es sich um Dienstleister handelt.

Das Gewerbegebiet soll auf Flächenstreifen entlang der Martin-Pauls-Straße vom Sandinger Weg bis zur Störtebekerstraße entstehen. Diese Flächen sind bereits im Eigentum der Stadt.

Laut Jürgen B. Mayer hat die Stadt diese Flächen bereits im Jahr 2008 für ein Gewerbegebiet ins Visier genommen – wegen der zentralen Lage in Nähe großer Industriebetriebe. Nach dem Masterplan Wirtschaftsentwicklung sollte das Gewerbegebiet auf insgesamt 31 Hektar ausgelegt werden. Zunächst sollten davon 8,5 Hektar erschlossen werden. Doch nun werden es maximal 5,7 Hektar.

Denn die weiteren Flächen hat die Stadt noch nicht erworben. Zudem wäre dann der Bau einer teuren Erschließungsstraße unverzichtbar nötig. Und die 3 bis 5,7 Hektar reichen völlig aus, um die derzeit absehbare Nachfrage befriedigen zu können.


Lärm wird geprüft

Den Aufstellungsbeschluss für das Gewerbegebiet hat der Stadtrat bereits Ende 2015 gefasst. Zurzeit werden noch Bodenproben entnommen und Lärmauswirkungen Richtung Störtebekerstraße auf Wohnbebauung sowie Richtung Wisch auf das Europäische Vogelschutzgebiet geprüft.

„Wir hoffen, dass der Stadtrat bis zum Jahresende die Satzung für dieses Gewerbegebiet beschließen kann“, sagt Jürgen B. Mayer. Anschließend könnten Firmen dort bauen.

Verbindlich interessiert an 0,8 bis 1,2 Hektar dieser neuen Gewerbeflächen an der westlichen Seite der Martin-Pauls-Straße sind zwei Firmen an der östlichen Straßenseite: MSW Werbung/EMS Messebau und Harmuth Werbetechnik und CNC Frästechnik.

Die Erschließung dieser Flächen könnte von der Martin-Pauls-Straße aus erfolgen. Es handelt sich um eine Kreisstraße. Wenn der Landkreis zustimmt, könnte für diesen Teil und weitere, bis zu insgesamt 5,7 Hektar auf den Bau einer Erschließungsstraße verzichtet werden.

Stetiges Wachstum

Die Firma MSW Werbung/EMS Messebau von Matthias Strupowsky hat Erweiterungsbedarf im Messebau. Die Firma Harmuth Werbetechnik/Frästechnik von Andreas Harmuth, die ebenfalls in den vergangenen Jahren stetig gewachsen sei, hat in der Sparte Frästechnik Erweiterungsbedarf. Beide Firmen wollen an der Martin-Pauls-Straße bleiben, zumal sie mit der benachbarten Firma Harmuth-Lackierungen von Jens Harmuth kooperieren.

 Unabhängig von diesem neuen Gewerbegebiet gibt es nach Auskunft von Jürgen B. Mayer eine „lebhafte Nachfrage“ nach Flächen für das Gewerbegebiet am Wesertunnel. Dabei dürfte laut Jürgen B. Mayer die Anziehungskraft der geplanten Küstenautobahn eine Rolle spielen. Denn dort ist eine unmittelbare Zu- und Abfahrt der Autobahn geplant.

Die Anfragen kommen von Dienstleistern, Handwerksbetrieben und Auto-nahen Dienstleistern. Mit zwei Handwerksbetrieben steht die Stadt zurzeit in konkreten Verhandlungen.

Zurzeit sind am Wesertunnel 7,2 Hektar frei. Die Stadt strebt eine Erweiterung in Form eines interkommunalen Gewerbegebietes an.