Jever - 22 Doppelzimmer, 44 Betten, alle unterschiedlich eingerichtet: An der Schlachte in Jever entsteht ein neues Stadthotel. Malte Hülsbeck, 27 Jahre alter Koch und Gastronomiefachmann, nimmt 1,1 Millionen Euro zur Erweiterung des Gasthofs „Zur Schlachte“ in die Hand.
Am Freitag überreichte ihm Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) einen Förderungsbescheid über 220 000 Euro – die Höchstförderung von 20 Prozent für touristische Vorhaben. „Das ist eine kluge Investition in die Zukunft eines jungen Mannes und der ganzen Familie, der Stadt Jever und der Region“, betonte Lies: Das Hotelangebot sei entscheidend für die Attraktivität einer Stadt wie Jever. „Dafür brauchen wir genau solche Hotels im Herzen der Stadt. Es ist ein mutiger Schritt und eine richtige Entscheidung, das Hotel zu bauen.“
Gut zwei Jahre schon laufen die Planungen für die Erweiterung: Malte Hülsbeck wird von seiner Mutter Ute und Helmut Posern intensiv unterstützt. Ute Posern betreibt den historischen Gasthof „Zur Schlachte“ aus dem Jahr 1697 seit 2006. Seitdem hat sie den Gasthof mit viel Herzblut und Engagement aufgebaut. Malte Hülsbeck, der nach Lehr- und Wanderjahren als Koch einstieg, half dabei, die „Schlachte“ neben dem bestehenden gastronomischen Angebot Jevers fest zu etablieren.
2013 kaufte die Familie den Gasthof und das Nachbargrundstück. Dort soll nun der dreistöckige Hotelneubau entstehen. Auch der bestehende Gasthof wird umgebaut.
„Die Pläne sind fertig, wir können jetzt den Bauantrag einreichen. Und dann soll es so schnell wie möglich losgehen“, sagte Ute Posern. Beim Neubau hilft die ganze Familie mit: Bauleitung, Inneneinrichtung, alles bleibt in Familienhand. „Unsere Architektin Jasmin Eilers sprüht ebenfalls vor Ideen“, berichtete Helmut Posern. Er dankte Stadt, Landkreis und Land für die Unterstützung des Vorhabens.
