NEUSCHARREL - Nachdem in der Flurbereinigung Neuscharrel die Vorbereitungen für die Wertermittlung der Grundstücke abgeschlossen sind, stehen nun die örtlichen Arbeiten an. Dazu hat der Vorstand der Teilnehmergemeinschaft (TG) zusammen mit dem Amt für Landentwicklung des Landesamtes für Geoinformation und Landentwicklung Niedersachsen Regionaldirektion Oldenburg (LGLN) und den landwirtschaftlichen Sachverständigen einen Wertermittlungsrahmen aufgestellt. Über diesen Rahmen hat die Regionaldirektion Oldenburg nun die von der Finanzverwaltung vorliegenden Ergebnisse der Bodenschätzung umgerechnet und in Luftbildern dargestellt. Die bestellten landwirtschaftlichen Sachverständigen Alfons Lübbers und Harald Flerlage überprüfen nun diese Werte, die von der Vermessungstechnikerin Karin Renken in Luftbildern dokumentiert werden.

In diesem Zusammenhang weist Projektleiter Klaus Speckmann darauf hin, dass nach dem Flurbereinigungsgesetz die Beauftragten zur Durchführung der Flurbereinigung Grundstücke betreten und die erforderlichen Arbeiten vornehmen dürfen. Teilnehmer, die sich bei der Begutachtung ihrer Flächen vor Ort informieren möchten, können sich gerne an die Beauftragten vor Ort wenden, sagt Speckmann.

Bei der örtlichen Begehung wird nun jedes Flurstück in dem 1605 Hektar großen Verfahrensgebiet daraufhin überprüft, ob noch Korrekturen – zum Beispiel aufgrund von Moorkultivierungen, des Wasserhaushaltes, des Kleinklimas, Schattenlagen, nachhaltigen Verunkrautungen, Leitungen – vorzunehmen sind oder Flächen bisher nicht bewertet wurden.

Damit sich jeder Teilnehmer über die Bewertung aller Flächen informieren kann, werden nach Beendigung der Arbeiten die Ergebnisse ausgelegt und erläutert. Auch besteht dann die Möglichkeit, Einwände gegen die Bewertung geltend zu machen.