NEUSTADT - Die Bürgerinitiative Neustadt-Frieschenmoor gegen die geplante Küstenautobahn A 22 hatte zu einem Informationsabend über das Raumordnungsverfahren (ROV) eingeladen. Bei den Gemeinden liegen die Unterlagen zurzeit zur Einsicht aus.
Verkehrslärm von einer CD klang den etwa 150 Besuchern im Saal des Neustädter Hofes entgegen: „Jetzt wissen wir alle, warum wir hier sind“, eröffnete Hergen Wefer von der Bürgerinitiative die Versammlung.
Zunächst stellte Claas Vollers noch einmal in kurzen Zügen die Ergebnisse des Raumordnungsverfahrens vor. Besondere Sorgen macht den Anwohnern die von den Planern der A 22 prognostizierte Verkehrszunahme auf den Zubringerstraßen zur geplanten Anschlussstelle Neustadt: Die Strückhauser Straße soll laut Unterlagen im Jahr 2020 mit täglich 4400 Fahrzeugen belastet werden, auf der Neustädter Straße sollen täglich 5400 Fahrzeuge fahren und die Mentzhauser Straße in Richtung Jade soll sogar mit 5500 Fahrzeugen belastet sein. Die B 437 bei Schweiburg soll im Vergleich dazu „nur“ von 4000 Fahrzeugen befahren werden.
Bernhard Uebachs erläuterte, dass jeder Bürger das Recht habe, Stellung zu der Planung zu nehmen. Die schriftlichen, unterschriebenen Einwendungen können bei den jeweiligen Gemeinden abgegeben werden oder direkt zur Regierungsvertretung Lüneburg (Auf der Hude 2, 21339 Lüneburg) geschickt werden. Eingehalten werden müsse lediglich die Abgabefrist (14. Dezember 2007).
Die sich anschließende Diskussion verlief sehr sachlich. Die Besucher bekamen von der Bürgerinitiative ein Informationsblatt an die Hand, auf dem noch einmal die wichtigsten Punkte zusammengefasst standen. Wer dieses Infoblatt ebenfalls haben möchte, kann sich an die Bürgerinitiative ( 04480/226) wenden.
Hingewiesen wurde noch auf die Einladung der Gemeinde Ovelgönne zur Einwohnerversammlung an diesem Mittwoch um 19.30 Uhr, ebenfalls im Neustädter Hof. Auch hier ist die Küstenautobahn A 22 das einzige Thema auf der Tagesordnung.
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