New York - Nach den Abstürzen von 737-Max-Passagierjets lässt ein Sicherheitsupdate für die derzeit nicht fliegenden Boeing-Maschinen weiter auf sich warten. Die endgültigen Software-Verbesserungen dürften in den kommenden Wochen ausgegeben werden, teilte die US-Luftfahrtbehörde FAA am Montag (Ortszeit) mit.

Ähnlich äußerte sich der Flugzeugbauer selbst: Sicherheit habe oberste Priorität. Für Entwicklung und Tests solle mehr Zeit in Anspruch genommen werden, „damit wir es richtig hinbekommen“, sagte ein Sprecher.

Seit dem Absturz einer äthiopischen Boeing 737 Max 800 am 10. März sind weltweit alle Maschinen dieses Typs am Boden. Alle 157 Insassen kamen ums Leben. Im Oktober war eine indonesische Boeing gleichen Typs abgestürzt, auch dabei kamen alle Insassen – 189 – ums Leben. Boeing nimmt nun Änderungen an einem Automatiksystem vor, das einem Strömungsabriss entgegen wirken soll. Darüber sollen die beiden Fluggesellschaften und ihre Piloten nicht ausreichend informiert worden sein.

Bei der FAA hieß es, sobald das Update vorliege, werde man es einer gründlichen Prüfung unterziehen. Ursprünglich war die Ausgabe der Software für die vergangene Woche geplant.

Möglicherweise werden die Fluggesellschaften nun gezwungen, ihre 737 Max länger am Boden halten zu müssen als geplant. Ihnen entstehen dadurch teils offenbar erhebliche Einbußen.