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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

VW und Ford gemeinsam unterwegs

13.07.2019

New York /Emden Zwei große Autokonzerne wollen zentrale Herausforderungen der Mobilitäts-Zukunft gemeinsam angehen: Volkswagen und Ford wollen künftig auch bei Elektrofahrzeugen und Roboterautos die Kräfte bündeln.

Dazu gab es am Freitag einen Verkündungsteam in einem Hotel an der New Yorker Wall Street: VW-Konzernchef Herbert Diess und Ford-Chef Jim Hackett traten vor die Kameras.

Konkret geht es darum: Im Rahmen der erweiterten Allianz wird VW Milliarden in Fords Tochter Argo AI für selbstfahrende Autos stecken. Die Amerikaner wollen im Gegenzug Hunderttausende Fahrzeuge für den Europa-Markt auf der E-Auto-Plattform MEB von VW fertigen.

„Unsere Allianz mit Ford entwickelt sich immer vielversprechender. Wir prüfen auch weitere Möglichkeiten der Zusammenarbeit“, sagte Diess in Manhattan. „Während Ford und Volkswagen weiterhin unabhängige Wettbewerber bleiben, vergrößert die Zusammenarbeit beider mit Argo AI die Leistungsfähigkeit, die Skaleneffekte sowie die geografische Reichweite auf dem Gebiet des autonomen Fahrens“, ergänzte Hackett.

Volkswagen werde 2,6 Milliarden Dollar (2,3 Mrd Euro) in Argo AI investieren, teilten die Unternehmen mit. Der Betrag ergibt sich aus einer Milliarde Dollar an Finanzmitteln, zudem bringt VW seine eigene Sparte AID für autonomes Fahren ein, die 200 Mitarbeiter hat und mit 1,6 Milliarden bewertet wird. Der bisherige AID-Sitz in München soll künftig als Europa-Zentrale von Argo AI dienen.

Ford und VW werden durch den Deal, bei dem Argo AI insgesamt mit sieben Milliarden Dollar bewertet wird, in Zukunft gemeinsam und zu gleichen Teilen eine deutliche Mehrheit an der Tochter halten. Aufhorchen ließ bei einigen Experten die vergleichsweise hohe Bewertung von Argo AI. „Man muss heute investieren, um vielleicht 2030 die ersten Umsätze damit zu machen“, sagte Autoexperte Ferdinand Dudenhöffer von der Uni Duisburg-Essen.

Wie bereits seit Monaten vermutet wurde, hat Ford es bei der Kooperation insbesondere auf den VW-Elektroautobaukasten MEB abgesehen. Der kriselnden Europatochter von Ford fehlt ein solches System bisher. Angesichts verschärfter CO2-Abgasregeln in der Europäischen Union von 2021 an könnten daher Strafzahlungen drohen.

Nun steht fest: Ford wird der erste Autokonzern, der Volkswagens MEB-Plattform mit nutzt und will darüber innerhalb von sechs Jahren insgesamt mehr als 600 000 Wagen für den europäischen Markt produzieren.

VW selbst werde den Baukasten in den nächsten zehn Jahren für 15 Millionen Autos nutzen. Auch das Werk Emden wird in Kürze auf E-Autos umgestellt.

VW und Ford hatten bereits im Januar beschlossen, bei leichten Nutzfahrzeugen zu kooperieren. Dann wurde über eine erweiterte Partnerschaft verhandelt.

Keine Entscheidung gab es Freitag – anders als erhofft – zum Standort eines neuen VW-Werkes in Osteuropa. Hier war die Türkei im Gespräch, und der „Passat“ (Leitwerk: Emden).

Ferner wurde bekannt: Der Volkswagen-Konzern hat beim weltweiten Verkauf seiner Fahrzeuge im Juni zugelegt – um 1,6 Prozent auf 974 400 Stück. Grund war China (plus 15 Prozent).

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