Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Gedenken Gefühl von Hoffnung am Platz des Leids

NEW YORK - „Endlich haben wir ihn gekriegt!“ Die Nachricht vom Tode Osama bin Ladens verbreitete sich am späten Sonntagabend wie ein Lauffeuer in New York City. Spontan eilten Tausende Menschen noch in der Nacht zum Ground Zero, wo am 11. September 2001 zwei Flugzeuge in die Zwillingstürme des World Trade Centers krachten. „USA, USA!“, schallten bis in den Morgen hinein die Jubelchöre. Die Menschen feierten ihr Land und ihren Präsidenten, der den Angriff auf bin Laden befohlen hatte.

Breite Genugtuung

Nun ist Barack Obama selbst gekommen. Nach fast zehn Jahren schließt sich der Kreis. Es ist das erste Mal, dass Obama als Präsident diesen Ort besucht. Er legte Kränze nieder und traf sich mit Angehörigen der Opfer.

Einerseits herrscht in der amerikanischen Öffentlichkeit breite Genugtuung, ja sogar Freude über den Tod von bin Laden. Andererseits sind die schrecklichen Bilder vom Einsturz der Türme wieder hochgekommen.

Fast 3000 Menschen starben damals beim Angriff auf das World Trade Center und das Pentagon. Ihre Namen werden in Bronzetafeln eingraviert, die rund um zwei riesige Wasserbecken angebracht werden – dort wo früher die Türme standen.

Noch ist der Ort des Gedenkens eine riesige Baustelle. Neue Hochhäuser wachsen nach jahrelangen quälenden Diskussionen in den Himmel; Bauzäune versperren die Sicht auf das Gelände. Am 11. September, wenn sich die Tragödie zum zehnten Mal jährt, ist die Eröffnung der Gedenkstätte geplant.


Der Tod von bin Laden rückt den Ort in ein vollkommen neues Licht. Seit dem 11. September 2001 gilt Ground Zero für die US-Amerikaner vor allem als Symbol von Terror und Leid. Seit dem 1. Mai 2011 überwiegt eher das Gefühl von Hoffnung und Neuanfang. Der neue „Freedom Tower“ wird mit seinen 541 Metern die ehedem 411 Meter hohen Zwillingstürme noch überragen. In zwei Jahren soll der Glasbau fertig sein. In lokaler Maßeinheit wird der schlanke Glasriese 1776 Fuß in den Himmel ragen – und erinnert damit an das Gründungsjahr der USA.

Gute Umfragewerte

Symbolik prägt Ground Zero durch und durch. Deshalb war es für Obama auch so wichtig, jetzt an diesen Ort zu reisen. Bereits die Tötung Osama bin Ladens hat seine Umfragewerte in die Höhe schnellen lassen. Im kommenden Jahr stehen Wahlen an – gelingt es Obama, die Jubelstimmung hinüberzuretten, stehen seine Chancen auf eine weitere Amtszeit gut.

Vor allem die junge Wählergeneration hat die Tötung bin Landes frenetisch gefeiert; die Älteren waren eher still und gedachten der Opfer – sie konnten sich noch gut an die schrecklichen Geschehnisse erinnern.

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Hoffen auf reges Interesse für die Schmetterlingswochen: Landschaftsökologe Felix Närmann (l.) und Thorsten Kuchta von der Geschäftsstelle Masterplan Ems 2050.

SCHMETTERLINGSWOCHEN IN MOORMERLAND Forschungen förderten eine große Vielfalt an Faltern zutage

Axel Pries
Moormerland
Fordert Verbesserungen für die Opfer des SED-Regimes: Evelyn Zupke (62), frühere Bürgerrechtlerin und SED-Opferbeauftragte beim Deutschen Bundestag

STREIT UM ANGEKÜNDIGTE VERBESSERUNGEN Warum SED-Opfer der Bundesregierung „Wortbruch“ vorwerfen

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Der Klosterpark Oestringfelde ist sozusagen die „grüne Lunge“ von Schortens und beliebtes Ausflugsziel. Dort stehen unter anderem mehrere alte Eiben.

FÖRDERMITTEL FÜR KLOSTERPARK Juwel der Stadt Schortens soll mit 1,387 Millionen Euro weiterentwickelt werden

Jeversches Wochenblatt
Schortens
„Darüber müssen wir nochmal reden“
Pro-palästinensische Proteste vor der US-Botschaft in Jakarta (Indonesien): Im Hintergrund ist das KI-generierte Bild „all eyes on Rafah“ zu sehen. Dieses geht zurzeit in den „sozialen Medien“ viral.

KOLUMNE ZU „ALL EYES ON RAFAH“-KI-BILD Erst recherchieren, dann teilen

Luise Charlotte Bauer
Der ehemalige Geschäftsführer des Klinikums Wilhelmshaven, Reinhold Keil.

PROZESS GEGEN WILHELMSHAVENS EX-KLINIKUMS-GESCHÄFTSFÜHRER Fehlende Qualifikation bei Bewerbung nicht überprüft

Lutz Rector
Wilhelmshaven