New York - Der skandalgeschüttelte Fahrdienst-Vermittler Uber nimmt für einen Neuanfang einen drastischen Abschlag beim Firmenwert in Kauf. Der japanische Technologiekonzern Softbank bekommt einen Anteil von 15 Prozent für 7,7 Milliarden Dollar. Das lässt Rückschlüsse zu: Der Wert von ganz Uber wird damit bei rund 50 Milliarden Dollar angesetzt – nach fast 70 Milliarden Dollar bei früheren Geldspritzen.
Doch Uber setzt darauf, sich mit einem neuen Großaktionär aus dem Schatten des umstrittenen Mitgründers und Ex-Chefs Travis Kalanick zu lösen und die jüngste Skandal-Serie hinter sich zu lassen.
Der Deal solle im Januar unter Dach und Fach gebracht werden, sagte der Chef des Softbank Investmentarms, Rajeev Misra, der „Financial Times“. Softbank erwirbt nach bisherigen Plänen einen kleinen Anteil direkt bei Uber zur bisherigen Bewertung – kauft den Großteil des Pakets aber bisherigen Aktionären deutlich günstiger ab. Außerdem bekommen andere Mitglieder des Softbank-Konsortiums wie der chinesische Internet-Konzern Tencent auf diese Weise einen Anteil von 2,5 Prozent für rund eine Milliarde Dollar.
Für Investoren und Mitarbeiter war es eine seltene Möglichkeit, sich von Beteiligungen an der bislang noch nicht an der Börse gelisteten Firma Uber zu trennen. Die Angebotsfrist lief bis Donnerstag.
