Barßel - In vier Tagen ist Heiligabend. Bis dahin müssen alle Einkäufe erledigt und alle Geschenke verpackt sein, um die Lieben am Weihnachtsfest zu überraschen.
Die typischen Socken für den Mann landen dabei nicht oft auf dem Gabentisch, sagt Heidi Sandrowski, Mitinhaberin von dem Bekleidungsgeschäft H&H Moden und zweite Vorsitzende des Handels- und Gewerbevereins Barßel. „Es werden viele Gutscheine verschenkt.“ Gerade Männer greifen oft dazu, Frauen haben eher eine konkrete Vorstellung von dem Geschenk. Oft erfolge der Gang ins Geschäft auch noch an Heiligabend.
Doch da die Adventszeit in diesem Jahr um eine Woche „verlängert“ sei, verteile sich das Weihnachtsgeschäft und sei „relativ relaxed“. Beim „Moonlight-Shopping“ sei in diesem Jahr bereits kräftig eingekauft und es daher auch wesentlich besser angenommen worden, sagt Sandrowski.
In der Buchhandlung Pekeler in Barßel herrsche bereits in der Woche vor Weihnachten reger Betrieb, sagt Inhaber Holger Pekeler. Viele Kunden seien dann für ihre Weihnachtseinkäufe in den größeren Städten gewesen und wollen schnell die letzten Dinge erledigen. Der Buchbereich laufe gut. Bei Jugend- und Kinderbüchern werde häufig zu dem neuesten Teil von „Gregs Tagebuch“ gegriffen. Im Erwachsenenbereich beliebt sei Sebastian Fitzeks Buch „Das Paket“ oder das Guinness-Buch der Rekorde. Die typischen „Notgeschenke“, die an Heiligabend noch gekauft werden, gebe es jedes Jahr.
Große Fahrräder würden hingegen seltener unter den Baum gestellt werden – eher Zubehör wie Navi, Tacho oder Packtaschen, sagt Stefan Meiners-Hagen vom Fahrradgeschäft „Zweirad Meiners-Hagen“. Dennoch sei auch zu Weihnachten die Nachfrage da. Elektroräder beispielsweise würden aber zu Saisonstart oder im Sommer angeschafft. Nach wie vor als Geschenk beliebt seien Kinderräder oder Laufräder.
Auch im Elektrofachgeschäft Lamping in Barßel ist derzeit viel los. Vor allem Fernseher und Waschmaschinen würden die Kunden sehr gut annehmen, sagt Inhaber Meinhard Lamping. Sehr stark nachgefragt seien auch Neujahrskucheneisen. Kühl- und Gefrierschränke werden ebenfalls gekauft. Ein spezielles Kaufverhalten von Mann und Frau gebe es nicht. Der Fokus liege auf der Radio- und Fernsehtechnik.
Für das Team von Petra Buß vom Blumenladen „Blütenzauber“ in Elisabethfehn beginnen nun erst die stressigen Tage. So sei die Nachfrage zunächst zum ersten Advent groß gewesen. Damit die Blumen frisch sind, kaufen viele Kunden allerdings erst kurz vor den anstehenden Festtagen Blumen. Viele Kunden greifen zu Schnittblumen, die in Sträußen und Gestecken gestaltet sind – als nette Geste für Besuche.
