Brake - Am Niedersachsenkai ist der vorerst letzte Schritt der Norderweiterung des Seehafens Brake vollzogen: Im Kreise zahlreicher Kunden hat die J. Müller-Gruppe am Freitag eine neue Lagerhalle eingeweiht. Sie ist speziell zugeschnitten auf die witterungsunabhängige Lagerung von empfindlicher Projektladung sowie von Stahl und Komponenten für Windkraftanlagen. Jan Müller, Vorstandsvorsitzender der J. Müller-Gruppe, bezeichnete den Niedersachsenkai als einen „Vorzeige-Terminal“.

Die neue Halle bietet 8000 Quadratmeter überdachte Lagerfläche. Mit dem Bau, in den die Müller-gruppe 3,2 Millionen Euro investiert hat, wird eine Lücke geschlossen. Im vergangenen Jahr war am Niedersachsenkai der zweite Liegeplatz für Großschiffe in Betrieb genommen worden. Zudem wurde durch Investitionen in einen zweiten Mobilkran sowie in weiteres Großgerät für den Material- umschlag die Hafeninfrastruktur optimiert und den Kundenanforderungen angepasst. Lediglich die Möglichkeit, empfindliche Ladung unter Dach zu lagern, fehlte noch. Mit der neuen Halle hat die Müller-Gruppe diese Möglichkeit nun geschaffen.

Ziel der Gruppe sei es, zu marktfähigen Kosten eine genau auf die Kundenanforderungen zugeschnittene Leistung von hoher Qualität anzubieten, sagte Jan Müller. Nach Maßnahmen zur Prozessoptimierung sei der Bau der neuen Halle in dieser Hinsicht ein wichtiger Baustein. Die Gruppe werde weiter investieren, um sich immer wieder dem Markt anzupassen und die führende Stellung des Braker Hafens im Bereich Agri sowie Projektladung, Stahl und Windeenergieanlagen auszubauen, kündigte Müller an.

Heiko Uflacker, Leiter der Niederlassung Brake von Niedersachsen Ports, sprach von „optimalen Umschlags- und Lagereinrichtungen“, die am Niedersachsenkai geschaffen worden seien. Weitere Entwicklungsflächen seien vorhanden. Und, so Uflacker: „Ein dritter Liegeplatz ist möglich.“

Hartmut Wolberg, Chef von J. Müller Breakbulk, betonte, dass die neue Lagerhalle auch eine Entlastung der Umwelt mit sich bringe: Empfindliche Ladung musste bislang aus Hallen im Althafen zur Verschiffung an den Niedersachsenkai transportiert werden, oder es mussten sogar Schiffe von der einen zur anderen Pier verholt werden. Dabei entstanden Emissionen, die nun wegfallen.


Jürgen Huntgeburth, Mitglied der Geschäftsführung von J. Müller Breakbulk, ergänzte, dass der gesamte Umschlag von Stahl auf den von Wohnbebauung vergleichsweise weit entfernten Niedersachsenkai konzentriert werde. Dadurch würden die Hafenanlieger vom Umschlagslärm entlastet.