Nikolausdorf - „Chefnikolaus“ Hubert Weddehage hat am Mittwoch im Gespräch mit der NWZ Bilanz der diesjährigen Nikolausaktion gezogen. Es seien rund 5500 bis 6000 Briefe im Nikolausbüro in Nikolausdorf angekommen, schilderte Weddehage. Er hatte aufgrund des Jubiläums – in diesem Jahr feierte die Nikolausaktion ihr 50-jähriges Bestehen – und der damit umfangreicheren auch überregionalen Berichterstattung mit etwas mehr Post gerechnet. Der Ablauf habe in diesem Jahr wieder gut geklappt.
In den vergangenen Jahren waren auch zahlreiche Briefe aus China angekommen. Auch hier habe es in diesem Jahr weniger gegeben. Briefe kamen aus der Ukraine, aus Polen, Frankreich, Belgien, sogar einige Briefe aus Amerika kamen in Nikolausdorf an. „Die meisten kamen aber aus dem Inland“, berichtete Weddehage, der seit 1970 im Nikolausbüro beschäftigt ist – damals aber noch unter der Leitung seines Vaters Josef. Ans Aufhören denkt der „Obernikolaus“ noch nicht. „Solange man mich akzeptiert, mache ich weiter.“
Der Nikolaus leitet ja bekanntlich die Geschenkwünsche, die an ihn gerichtet werden, an das Christkind weiter. In diesem Jahr lagen Star-Wars-Figuren bei Jungen, bei Mädchen die Anna-Puppe aus dem Film „Die Eiskönigin“ ganz weit vorne in der Gunst.
Auf einige Briefe hatten die Helfer auch in diesem Jahr wieder ganz persönlich geantwortet: Einige Schicksalsschläge wie der Tod eines Elternteils seien an den Nikolaus herangetragen worden.
Bei der Beantwortung der tausenden Briefe hilft ein rund 20-köpfiges Team. In diesem Jahr fand dieses in der Tennishalle Platz, da das Pfarrheim zu diesem Zeitraum bereits ausgeräumt war und – wie berichtet – Mitte Dezember abgerissen worden war. Nun hofft Hubert Weddehage, dass das neue Pfarrheim rechtzeitig fertig ist für die Nikolausaktion im kommenden Jahr.
Bis Montag vor Heiligabend hatten die Helfer fleißig jeden Abend geschrieben, damit die Kinder die Antworten des Nikolauses rechtzeitig erhielten. Aber auch in den Tagen darauf flatterte dem Nikolaus noch einige Post ins Büro. Die Kinder werden dann im kommenden Jahr Antworten erhalten.
