Littel - Fürs ehemalige NATO-Tanklager zwischen Wardenburg und Littel an der Garreler Straße haben schon mehrere Interessenten Gebote abgegeben. Das teilte Thomas von Seggern von der Bundesanstalt für Immobilienaufgaben auf Anfrage mit. Derzeit stehe man in Verhandlungen mit dem Höchstbietenden, so von Seggern, der in Oldenburg für den Verkauf solcher Immobilien zuständig ist. Genauere Angaben dürfe er nicht machen, sagte er. Auch die Zahl der Interessenten könne er nicht preisgeben. Allerdings räumte er ein, dass es für den Bund, für den die rund 16 Hektar große Immobilie ja verkauft werde, am günstigsten sei, wenn eine Firma aus der Mineralölbranche die Anlage erwerbe. Die könnte die vorhandenen Tanks nutzen. Dadurch müssten keine Preisminderungen für den Umbau in Kauf genommen werden.

Interessenten hatten vom 15. Februar bis 17. März Zeit, das Tanklager zu besichtigen und ein Gebot abzugeben. Wie lange die Verkaufsverhandlungen noch geführt werden und wie lange sie bereits andauern, könne er nicht mitteilen. Ein Zuschlag sei allerdings noch nicht erfolgt.

Sollte ein Investor das Gelände kaufen, der es für etwas anderes als den bisherigen Zweck nutzen will, kommt die Gemeinde Wardenburg ins Spiel: Der Rat müsste dann über einen neuen Bebauungsplan für das Gebiet abstimmen, erläuterte Bürgermeisterin Martine Noske.

Der Betrieb des Tanklagers endete am 1. Januar 2014. Es war Teil des „Central Europe Pipeline System“ (CEPS) der NATO, das nun an neuen Bedarf angepasst wurde. Das Lager in Littel wird nicht weiter gebraucht.

Auf dem Gelände befinden sich vier Behälter, die jeweils etwa 2500 Kubikmeter fassen, sowie zwei Behälter mit einem Fassungsvermögen von 3000 Kubikmetern. Insgesamt beträgt die Kapazität rund 16 000 Kubikmeter. Gespeichert wurde in den größtenteils unterirdischen Tanks Kerosin und ein spezieller Düsentreibstoff auf Kerosinbasis.