Norddeich - Der dänische Energiekonzern Dong Energy hat 15 Millionen Euro in den Bau einer Offshore-Betriebszentrale im ostfriesischen Norddeich investiert. Von dort werde der Betrieb von drei Meereswindparks gesteuert, teilte das Unternehmen mit. Die Servicetechniker sollen die Projekte „Borkum Riffgrund 1“ und „Gode Wind 1 und 2“ mindestens für die nächsten 25 Jahre betreiben, sagte Dong-Geschäftsführerin Trine Borum Bojsen am Montag in Norddeich.

Bei der Eröffnung mit Staatssekretär Enak Ferlemann (CDU) stellte Dong auch ein neues Spezialschiff für den Transport von Service-Technikern zu Offshore-Windkraftanlagen vor. Die 26 Meter lange und 10 Meter breite „Umoe Ventus“ soll durch eine besondere Katamaran-Konstruktion ruhiger im Wasser liegen. Nach Dong-Angaben werde damit auch bei stärkeren Windgeschwindigkeiten und höheren Wellen die Gefahr geringer, seekrank zu werden.

Im Sommer will Dong den Windpark Borkum Riffgrund 1 mit 78 Turbinen in Betrieb nehmen. Im Bau sind ferner Gode Wind 1 und 2 mit 584 Megawatt Kapazität. Dieses Projekt soll nach seiner Fertigstellung Deutschlands größter Meereswindpark sein – mit 97 Turbinen der 6 Megawatt-Klasse.

Dong hatte erst im Oktober 2009 seine heftig kritisierten Pläne für ein Kohlekraftwerk im benachbarten Emden fallen gelassen und den Ausbau der erneuerbaren Energien angekündigt.