Norden - Nach dem schweren Hochwasser im vergangenen Jahr in Südniedersachsen will das Land bis zum Ende der Legislaturperiode 50 Millionen Euro pro Jahr für den Hochwasserschutz ausgeben. Das Jahresbudget beträgt derzeit 23 Millionen Euro, liegt in diesem Jahr aber bei 28,4 Millionen Euro wegen eines nicht abgerufenen Überhanges aus dem Vorjahr. In diesem Jahr sollen 83 Projekte finanziert werden, unter anderem die Instandsetzung von Schöpfwerken in Nordniedersachsen und die Verbesserung des Hochwasserschutzes in Immenrode im Kreis Goslar, sagte Umweltminister Olaf Lies (SPD) am Freitag bei der Präsentation des Jahresberichts des Niedersächsischen Landesbetriebs für Wasserwirtschaft, Küsten- und Naturschutz (NLWKN) im ostfriesischen Norden.
„Wir wollen die Hochwasservorhersage kontinuierlich verbessern und weitere Flussgebiete in die Vorhersage aufnehmen“, sagte Lies. Das NLWKN geht davon aus, dass es künftig mehr schwere Unwetter geben wird wie im vergangenen Jahr das Tief „Alfred“, das zu den Überschwemmungen in Südniedersachsen geführt hat. Kommunen sollten „Hochwasserpartnerschaften“ eingehen, um Konzepte zu entwickeln.
