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ARBEIT Eisiges Wetter treibt die Zahlen höher

NORDENHAM - Die Arbeitslosigkeit ist nur leicht gestiegen. Zugenommen hat auch die Zahl der offenen Stellen.

von henning bielefeld

NORDENHAM - Exakt 2216 Nordenhamer, Butjadinger und Stadlander sind im Januar arbeitslos gemeldet gewesen. „Das sind 87 mehr als im Dezember und 172 mehr als im Januar 2005“, bilanziert der Arbeitsvermittler Frank Albers in der Agentur für Arbeit. Damit bot der Januar „nichts Ungewöhnliches“, wie Albers sagt. Der Anstieg sei absolut saisontypisch und liege beispielsweise deutlich unter dem der anderen Gemeinden in der Wesermarsch.

Die Arbeitslosenquote betrug 11,3 Prozent nach 10,9 Prozent im Dezember und 10,4 Prozent im Januar 2005. Allerdings, betont Albers, sei der Januar-Vergleich mit Vorsicht zu betrachten, denn die Neugruppierung der Anspruchsberechtigten nach Hartz IV war erst Ende März 2005 abgeschlossen. „Verlässliche Vergleichszahlen haben wir in diesem Jahr also erst ab April“, sagte Albers.

Insgesamt ist die Quote in Nordenham vergleichsweise niedrig: Das Landesarbeitsamt Niedersachsen/Bremen meldet 12,0 Prozent, deutschlandweit sind es 12,1 Prozent.

Die Zunahme der Arbeitslosigkeit im Januar ist vor allem auf das eisige Wetter zurückzuführen. Vor allem im Bauhaupt- und -nebengewerbe wurden Mitarbeiter entlassen. Garten- und Landschaftsbauer sowie Maler und Elektriker meldeten sich arbeitslos. Insgesamt waren es 367 Bürger – 16 mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig gingen 281 Menschen aus der Arbeitslosigkeit heraus – zwei mehr als vor einem Jahr. 104 von ihnen nahmen eine Beschäftigung auf, 60 gingen in eine Fort- oder Weiterbildung.


Positiv vermerkt Albers den Anstieg der offenen Stellen auf 168; das ist im Vergleich zum Dezember ein Plus von 38, im Vergleich zum Januar 2005 sogar ein Plus von 108. Allein im Januar kamen 69 neue Stellen hinzu, 13 mehr als im Vorjahr. Die meisten Stellen werden im neuen Materialwirtschaftszentrum bei Airbus angeboten; dazu kommen Arbeitsplätze in Einzelhandel und Verkauf. Seit Oktober steigen die Stellenzugänge kontinuierlich an.

Überdurchschnittlich hoch sind die Zugänge bei Arbeitslosen, die 50 Jahre und älter sind: 495 sind registriert, 22,3 Prozent aller arbeitslos Gemeldeten. 33,7 Prozent aller Arbeitslosen sind seit mehr als einem Jahr ohne Stelle.

Besserer service

Die neue Organisation

der Arbeitsagentur seit Sommer bringt Mitarbeitern und Arbeitslosen Vorteile. Das sagt der Arbeitsvermittler Frank Albers. Zentrale Veränderungen sind die Einrichtung eines Empfangstresens – dort werden zwei Drittel aller Fragen abschließend beantwortet – und die Schaffung eines Servicebüros mit Sitz in Leer. Dort landen alle, die die zentrale Rufnummer der Agentur – 04731/9 48 80 – wählen. Alle allgemeinen Fragen werden dort beantwortet. Nur spezielle Fragen werden an die Arbeitsvermittler in der Nordenhamer Agentur weitergeleitet. Der Vorteil: Gespräche mit Arbeitslosen werden nicht mehr unterbrochen.
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