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Auslandsjahr Blaubeeren pflücken im Paradies

Laura Kintscher

NORDENHAM - Nachdem Julia Reumann im vergangenen Sommer die Schule beendet hatte, wollte sie schnellstmöglich raus aus Nordenham, die Welt sehen und andere Kulturen kennenlernen.

Australien schien für die 21-Jährige der perfekte Ort dafür zu sein. Dort reiste sie knapp elf Monate umher und nahm währenddessen immer wieder verschiedene Jobs an.

Farmhelferin und Kellnerin

Julia Reumann verkaufte beispielsweise bei sommerlichen Temperaturen Rentierohren aus Schaumstoff, arbeitete in einem Restaurant, in dem typisch deutsche Spezialitäten serviert werden und verdiente sich als Farmhelferin mit dem Pflücken von Blaubeeren etwas Geld. „Ich habe nie lange nach Arbeit suchen müssen. Da habe ich wirklich Glück gehabt“, erzählt die Nordenhamerin. Die Arbeit in dem Restaurant „Löwenbräu Keller“ gefiel ihr besonders gut. Hier werden den Gästen deutsche Gerichte, wie Schweinshaxe mit Sauerkraut oder Weißwurst aufgetischt. „Als Arbeitskleidung habe ich ein Dirndl getragen. Einige Gäste haben mich gefragt, ob es in Deutschland überhaupt noch andere Sachen zu sehen gibt, außer dem Oktoberfest“, erinnert sich Julia Reumann. „Viele von ihnen dachten, dass wir Deutschen jeden Tag nur Bier trinken und Weißwurst essen.“

Das verdiente Geld nutzte die 21-Jährige für die Reisen durch das ganze Land. Auf ihrem Weg lernte Julia Reumann nicht nur Australier kennen, sondern auch jede Menge Italiener, Franzosen und Deutsche. Viele von ihnen schlossen sich mit der 21-Jährigen zusammen, um gemeinsam das Land der Kängurus zu entdecken. „Ich habe ständig neue Leute kennengelernt und habe tolle Dinge erlebt“, schwärmt Julia Reumann. Ein besonderes Erlebnis war für sie das Tauchen mit Walhaien im offenen Meer. Aber auch die Besuche in den zahlreichen Nationalparks und das Campen in der freien Natur bleiben für sie unvergessliche Erinnerungen. „Ich habe freilebende Delphine im Ozean gesehen und bin an wunderschönen weißen Sandstränden entlanggelaufen“, erzählt sie. In Sydney gestartet, reiste die Nordenhamerin an der gesamten Küste Australiens entlang. Über die Städte Adelaide, Perth und Broome fuhr sie vom Süden des Landes über die Westküste in den Norden. Auf dem Rückweg an der Ostküste entlang, Richtung Sydney, nahm die 21-Jährige mit weiteren Touristen an einem dreitägigen Segeltörn zu einer kleinen Inselgruppe teil. „Wir wurden auf einer Sandbank kurz abgesetzt, um uns den Sonnenuntergang anzusehen“, berichtet Julia Reumann.

Ein tolles Erlebnis sei außerdem die Motorradtour gewesen, die sie unternahm. Mit Lederjacke und einer kleinen Maschine erkundete Julia Reumann das Dorf Town of 1770.


Weihnachten am Strand

Heimweh hatte sie während der Monate in Australien kaum. „An Weihnachten war es schon irgendwie komisch, nicht mit meiner Familie zusammen zu sein“, erzählt sie, „bei mir kam aber sowieso kaum weihnachtliche Stimmung auf, weil ich bei 30 Grad am Strand lag.“ Bei den weißen Sandstränden, dem türkisfarbenen Wasser und den vielen Palmen fühlte sich Julia Reumann wie im Paradies. „Die Reiselust hat mich seit Australien richtig gepackt. Ich möchte noch so viel mehr von der Welt sehen. Kanada oder Neuseeland sind Länder, für die ich mich sehr interessiere“, erzählt die 21-Jährige.

Von Reiselust gepackt

Anfang nächsten Jahres beginnt Julia Reumann ein einjähriges Praktikum in einem Fünf-Sterne-Hotel in Travemünde, um den praktischen Teil ihrer Fachhochschulreife zu absolvieren.

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