NORDENHAM - Heute weiß niemand mehr so genau, warum der Peterlee-Platz in der Fußgänger einst als eine schiefe Ebene angelegt wurde. Aber alle sind sich inzwischen darüber einig, dass die schräge Gestaltung völlig sinnlos ist und eine Nutzung des Areals unmöglich macht. Aus dieser Erkenntnis heraus hat der Bau- und Umweltausschuss des Stadtrates beschlossen, dem abgesenkten Zustand ein Ende zu bereiten und den Peterlee-Platz als ebene Fläche neu herzurichten. Bei der Gelegenheit sollen auch die abgrenzenden Mauern entfernt werden.
Für die Umgestaltung des Peterlee-Platzes hat der Bau- und Umweltausschuss einstimmig grünes Licht gegeben. Damit folgte das Ratsgremium einer entsprechenden Empfehlung der Arbeitsgruppe Innenstadt. Von der Umbaumaßnahme, die mit Fördermitteln aus dem Landesprogramm „QIN – Belebung der Innenstadt“ bezuschusst wird, versprechen sich die Stadtplaner eine deutliche Aufwertung des Platzes. Künftig soll es dort auch eine Außengastronomie geben.
In diesem Haushaltsjahr stehen für QIN-Projekte in der Nordenhamer Innenstadt insgesamt 248 600 Euro zur Verfügung. Schon teilweise umgesetzt ist eine weitere Verschönerungsmaßnahme aus diesem Etat. Dabei handelt es sich um die Ausstattung der Straßenlaternen mit Blumenampeln. Die roten Blüten in den grünen Plastikbehältern bringen Farbe in die Innenstadt. Die Kosten pro Ampel belaufen sich – einschließlich Pflege – auf 250 Euro im Jahr.
Die Stadtverwaltung will auch die Entrümpelung der Einkaufsmeile fortsetzen. Als nächstes ist geplant, die alten Sitzbänke durch neue Stahl-Holz-Konstruktionen zu ersetzen.
Zudem sollen die Akazienbäume aus der Fußgängerzone verschwinden. Nach Angaben des Dezernenten für Stadt- und Wirtschaftsentwicklung, Peter Kania, hat sich gezeigt, dass die Gewächse mit ihren kleinen und niedrigen Kronen für diesen Innenstadtbereich ungeeignet sind. Aufgrund der schwierigen Wachstumsbedingungen müssten die Akazien alle fünf Jahre ausgetauscht werden.
Für Abhilfe soll nun ein Wechsel zu einer anderen Baumart sorgen. Laut Peter Kania war die Auswahl der passenden Sorte nicht einfach. Letztlich komme nur der Amberbaum für die 13,50 Meter schmale Fußgängerzone in Betracht. Er ist zwar kein heimisches Gewächs, sondern ein Import aus Nordamerika. Aber dafür hat der Amberbaum den Vorteil, dass sein Kronenansatz vergleichsweise hoch ist und er nicht so sehr in die Breite wächst. Die neuen Bäume sollen in linearer Anordnung in der Einkaufsmeile gepflanzt werden. Dafür ist stellenweise die Umsetzung von Straßenlaternen erforderlich.
Als weiteren Beitrag zur Steigerung der City-Attraktivität hat der Bau- und Umweltausschuss die Anschaffung von Wasserspielgeräten für Kinder beschlossen.
