NORDENHAM - Als die 27 Kinder am Montag ihre Zelten aufbauten, da war es noch kalt und nass auf dem Gelände hinter der Jugendherberge. Aber die Jungen und Mädchen im Alter von 12 bis 16 Jahren, die am Ferienpass-Jugendcamp teilnehmen, ließen sich davon nicht abschrecken. Und an diesem Mittwoch werden sie mit Sonnenschein belohnt. Ideal für Aktionen im Freien: Neben der Pfadfinder-Jurte bemalen die Kinder selbst gebastelte Uhren, und im Windschatten der Jugendherberge lässt sich eine andere Gruppe von Heiko Bahlmann zeigen, wie man mit Tellern und Diabolos jongliert.
Das Camp der städtischen Jugendarbeit ist ein echter Dauerbrenner im Ferienpass-Programm. Und es ist inzwischen so beliebt, dass sich glücklich schätzen kann, wer einen Platz ergattert. Erstmals wird in zwei Gruppen gezeltet. Heute übernehmen die 8- bis 12-Jährigen das Kommando auf dem Platz hinter der Jugendherberge. Sie bleiben bis Sonntag. Wie die Erzieherin Nicole Abbenseth mitteilt, gab es bei den Jüngeren insgesamt 70 Anmeldungen. 32 von ihnen werden heute ihre Zelte unweit des Weserstrandes aufstellen.
Nicole Abbenseth gehört zum fünfköpfigen Betreuerteam, das eine ganze Reihe von Angeboten auf die Beine stellt. Eine Schnitzeljagd zum Beispiel. Außerdem werden Gipsmasken gestaltet, die sicherlich in der Dunkelheit Verwendung finden, um dem einen oder anderen Campbewohner einen Schrecken einzujagen.
Zu den alten Hasen unter den Teilnehmern gehört Ruben Kalitzki. Der 14-Jährige ist schon zum vierten Mal dabei. „Ich komme immer wieder gerne“, sagt er. „Es macht einfach einen Riesenspaß.“ Seinen Freund Lars hat Ruben beim Jugendcamp kennen gelernt.
Marvin Schoenlau, der am Mittwochabend in seinen 15. Geburtstag hineinfeiert, ist zum zweiten Mal dabei. „Man trifft hier neue Leute. Man kann viel unternehmen. Das ist mal was anderes, als in der Bude zu hocken“, freut sich Marvin. Und Kristina Braun sieht es genau so. Die 12-Jährige ist mit ihren beiden Freundinnen Michelle und Mona in einem Zelt, nimmt an den Aktionen teil, und abends vor dem Schlafengehen wird das gemacht, was Mädchen eben so machen. Es wird viel gequatscht: über Jungs, über die Schule, über alles Mögliche.
Das Betreuerteam achtet darauf, dass die Campzeit nicht bis oben hin voll gestopft wird mit Programm. Die Kinder haben auch Zeit für sich. Einige von ihnen haben sie zum Beispiel genutzt, um bei den nicht gerade sommerlichen Temperaturen ins Lehrschwimmbecken zu springen.
