Nordenham - Der Strand ist zweifellos das beliebteste Freizeitgelände in Nordenham. Für viele Jugendliche ist er gerade in den Sommermonaten Treffpunkt Nummer eins. Zusammen abhängen, Musik hören und die Zeit unter Gleichaltrigen genießen – das geht nirgendwo besser als am Strand, vor allem dann, wenn das Wetter mitspielt. Zeitweise halten sich mehr als 100 Jugendliche auf dem Gelände zwischen Union Pier und Weserterrassen auf. Kein Wunder, dass der Strand in der Diskussionsrunde, zu der das Nordenhamer Jugendparlament und der Präventionsrat für Donnerstag in die Jahnhalle eingeladen hatten, in den Blickpunkt rückte. Das Nordenhamer Jugendparlament möchte, dass der Strand weiter aufgewertet wird. Es gibt viele Ideen. Aber es gibt auch Probleme. Darüber diskutierten die Jugendlichen intensiv mit Bürgermeister Carsten Seyfarth, der ihnen Rede und Antwort stand.
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Wie lässt sich der Strand attraktiver machen |
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Die Jugendlichen wollten wissen, was aus der Idee mit der Strandbar geworden ist. Neues konnte der Bürgermeister nicht berichten: Die Stadt unterstützt das Vorhaben. Nach wie vor gibt es einen Investor, der eine Strandbar errichten möchte. Was fehlt, ist ein Betreiber, der das unternehmerische Risiko trägt. Carsten Seyfarth sagte, dass es für eine Strandbar sogar Zuschüsse geben könnte. „Auf jeden Fall würde ich mich freuen, wenn es klappt.“
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Wie lässt sich der Strand sicherer machen |
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Michelle Schäfer vom Jugendparlament berichtet, dass sich gerade Mädchen auf dem Strandgelände unsicher fühlen, wenn es dunkel ist. Sie schlägt vor, an der Strandpromenade einige Laternen zu installieren. Der Bürgermeister sagte dazu, dass er sich im nächsten Monat mit dem Jugendparlament vor Ort treffen möchte, um dort weiter über das Thema zu beraten.
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Wie lassen sich Müll und Vandalismus eindämmen |
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Der Unrat, der sich vor allem in den Sommermonaten auf dem Strandgelände anhäuft, ist schon seit vielen Jahren ein Riesenproblem. Hinzu kommt die Zerstörungswut einiger weniger, die am Strand ihre Aggressionen rauslassen. Inzwischen wird in der Stadtverwaltung darüber diskutiert, eine Videoüberwachung zu installieren und regelmäßig einen Ordnungsdienst zum Strand zu schicken. „Ich bin kein Fan davon“, sagte Bürgermeister Carsten Seyfarth. „Aber man kann das Problem nicht einfach abtun.“
Das finden auch die Mitglieder des Jugendparlaments, die sich mindestens genauso über die schwarzen Schafe ärgern und sich intensiv mit dem Thema auseinandergesetzt haben. Ein Vorschlag von ihnen ist, Mülltonnen mit Pfandringen auszustatten. In diese Ringe können Flaschen für Pfandsammler gestellt werden. Auch ein grundsätzliches Verbot von Glasflaschen am Strand wurde diskutiert.
