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Frühlingsaktion Aus toter Ecke wird lebendiger Spielplatz

Horst Lohe

NORDENHAM - „Das war eine tote Ecke und wir wünschten uns eine Möglichkeit zum Verstecken für die Kinder aus der Villa Kunterbunt. Außerdem hätten wir gerne Bohnen für die Kinderküche.“ So beschreibt Kerstin Deutzmann (37) das neueste Projekt im Garten ihrer Familie. Mit Hilfe von Gartenberater Stephan Deberding (38) von der Nordenhamer Firma K.W. Siefken hat die Erzieherin ein kostengünstiges Tipi aus Haselnussruten gebaut.

Die Ruten stammen von einem Haselnuss-Strauch im Vorgarten, der zurückgeschnitten werden musste. Bekannter sind Tipis und andere naturnahe Bauten aus Weidenruten. So finden sich zum Beispiel auf Spielplätzen auch Weidentunnel. Geschnitten werden die Ruten in der Regel während der Vegetationsruhe in den Wintermonaten.

Stephan Deberding hat Kokosfaserstricke mitgebracht, die auch zur Anbindung von neu gepflanzten Bäumen verwendet werden. Mit ihnen bindet er die aus Haselnussruten bestehenden Gerüststangen des Tipi zusammen. Sie sorgen für Stabilität.

Abgedeckt wird das Tipi nicht mit Weiden- oder Haselnussruten, die in dieser Jahreszeit nicht zu bekommen sind, sondern mit Stofflaken.

„Damit sieht es wie ein klassisches Indianerzelt aus“, freut sich Kerstin Deutzmann. Doch das ist nur als Übergangslösung gedacht, bis Feuerbohnen als einjährige Berankung ein Blätterdach gebildet haben. Kinder aus der Villa Kunterbunt durften jetzt weiße und rote Feuerbohnen pflanzen. „Sie wachsen schnell, geben ein dekoratives grünes Blatt, haben eine schöne Blüte und sind essbar – also ideal für eine Kindertagesstätte“, so Stephan Deberding.


Die Villa Kunterbunt ist eine von Kerstin Deutzmann geleitete Kindertagesstätte, die auf dem Familiengrundstück untergebracht ist. Kerstin Deutzmann hat bei der Frühlings-Aktion der

NWZ

  für die Aufwertung des Familiengartens den fachmännischen Beistand von Diplom-Ingenieur Stephan Deberding von der Nordenhamer Garten- und Landschaftsbau-Firma K.W. Siefken gewonnen.

Wie berichtet, sind so bereits mehrere ansprechende Hochbeete mit Kräutern entstanden. Daraus ist auch schon für die Kinderküche geerntet worden. So gab’s Bärlauch-Kartoffelsuppe, Kräuternudeln mit Sahne und Hackfleisch sowie zum Frühstück frischen Tee aus Zitronenmelisse und Pfefferminze.

„Ich finde das ganz toll, so können die Kinder verschiedenen Arten von Kräutern besser kennenlernen und bald auch Bohnen selbst ernten“, sagt Bianca Röfer (32), die als Tagesmutter ein Praktikum in der Villa Kunterbunt absolviert und jetzt beim Tipi-Bau begeistert mitgeholfen hat. Aus einem Stoffstück mit Handabdrücken der Kinder hat Kerstin Deutzmann eine kleine Fahne angefertigt.

Die Haselnussruten sind übrigens in dieser Gartenecke der Familie Deutzmann nur leicht in den Boden gesteckt worden. Sie sollen nicht anwachsen. Wurzelbildung soll verhindert werden, damit das Tipi leicht wieder entfernt werden kann. Kerstin Deutzmann: „Die Kinder brauchen Abwechslung. Wir müssen uns ab und an etwas Neues einfallen lassen.“

Als eine Möglichkeit,

für Abwechslung im Garten zu sorgen, empfiehlt Gartenberater Stephan Deberding von der Nordenhamer Firma K.W. Siefken ein kleines Rankgerüst aus drei geraden Ruten. Es können Haselnuss-, Weiden- oder auch Escheruten verwendet werden. An der Spitze können sie mit einem Band oder einem Strick verbunden und dann einfach in den Boden gedrückt und ausgerichtet werden.

Sie lassen sich mit

einjährigen Rankpflanzen besetzen – zum Beispiel mit Feuerbohne, mit Schwarzer Susanne oder etwa auch mit Clematis (mehrjährige) – ebenso mit Rankrosen. Aus dem Gemüsegarten sind bekannt: Wicken, Kürbisse, und zum Beispiel auch Tomaten.
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