NORDENHAM - Zwei sieben bis acht Meter große Scheinzy-pressen neben der Gartenterrasse hat Familie Deutzmann entfernt, um hier einen kleinen Feuer- und Grillplatz anzulegen. „Beim Grillen direkt auf der Terrasse haben uns die Fettspritzer gestört. Außerdem hat uns dort der Grill Platz weggenommen“, begründet Kerstin Deutzmann diesen Arbeitseinsatz im Garten. Mit dem Ergebnis ist sie sehr zufrieden, auch wenn ihr ein „Konstruktionsfehler“ unterlaufen ist.
Wie berichtet, hat die 37-jährige Erzieherin bei der Frühlings-Aktion derNWZ
den fachmännischen Beistand von Diplom-Ingenieur Stephan Deberding von der Nordenhamer Garten- und Landschaftsbau-Firma K.W. Siefken gewonnen. Ohne ihn vorher danach zu fragen, hat Kerstin Deutzmann beim Entfernen der Scheinzypressen die Wurzeln nicht ganz ausgegraben. „Wir wollten dort ja ohnehin nichts Neues anpflanzen“, erklärt sie.Streng genommen sollte man, so empfiehlt der Gartenberater, eine Pflasterfläche aber nicht auf einen Wurzelbereich aufbauen. Denn die Wurzel verrottet nach und nach im Boden und dann kommt es zu Versackungen. Nach zwei bis drei Jahren, so schätzt der Mitarbeiter der Nordenhamer Firma K.W. Siefken, wird Familie Deutzmann die kleine Pflasterfläche aus groben Natursteinen wegen der Versackungen neu verlegen müssen.
Wer einen Feuer- und/oder Grillplatz in seinem Garten plant, sollte laut Berater Stephan Deberding bei der Standortwahl auf möglichen Funkenflug und Qualm- und Rauchentwicklung achten. Eine Gießkanne mit Wasser sollte vorsorglich bereitstehen.
Außerdem sollte bei einer Zweitterrasse eine Stelle ausgewählt werden, auf der man die Abendsonne genießen kann. Zudem sollte an Leitungen für Strom und Wasser gedacht werden, um bei Bedarf Licht zuschalten zu können und Wasser zur Verfügung zu haben.
Gestaltet werden sollte die Fläche so, dass sie auch als Sitzecke in Frage kommt und in kalten Jahreszeiten dekorativ genutzt werden kann. „Ein eigener Grillplatz, wie hier bei Familie Deutzmann, ist schon etwas Besonderes. “
Auch am Abend hält sich die Familie gerne im Freien auf. „Wir mögen auch das Knistern einer Feuerschale“, sagt Kerstin Deutzmann. Den beiden Scheinzypressen, die für den Grill- und Feuerplatz weichen mussten, weint sie keine Träne nach. Sie hätten zu überdimensioniert und kalt gewirkt. Jetzt ergibt sich in Verbindung mit dem neuen Sichtschutz an der Grundstücksgrenze ein ihrer Ansicht nach viel schöneres Gesamtbild.
Wie bereits berichtet, ist es der Familie mit Hilfe von Gartenberater Stephan Deberding von der Nordenhamer Firma K.W. Siefken gelungen, einen Spagat zu schaffen zwischen Sichtschutz und massiver Abschottung. Sie pflanzte Gartenbambus und lockerte die Reihe auf durch Holzelemente, die mit roten Kletterrosen berankt werden.
Familie Deutzmann nutzt ihren etwa 300 Quadratmeter umfassenden Garten sowohl als Rückzugs-und Erholungsort als auch für Spielmöglichkeiten für Kinder aus der „Villa Kunterbunt“.
Das ist eine von einem Elternverein getragene und von Kerstin Deutzmann geleitete Kindertagesstätte mit Ganztagsangebot für zehn Kinder. Nachdem bereits ansprechende Hochbeete mit Kräutern angelegt worden sind (die
