NORDENHAM - Jahr für Jahr werden in der Nordenhamer Wesermarsch-Klinik 250 bis 300 Patienten behandelt, die eine Fraktur aufgrund einer Osteoporose erlitten haben. „Osteoporose ist zu einer Volkskrankheit geworden“, sagt Dr. Achim Hauser, der Chefarzt für Unfallchirurgie. Das hängt damit zusammen, dass die Menschen älter werden. Frauen erwischt es in der Regel nach der Menopause, aber auch Männer ab 60 sind betroffen, wenn auch nicht so häufig.
Für Patienten und Ärzte
Zum Thema „Osteoporose und Wirbelsäule“ bietet das Team von Achim Hauser einen Informationstag an. Er findet am Mittwoch, 24. November, in der Caféteria der Wesermarsch-Klinik statt. Das erste Seminar richtet sich an Patienten und beginnt um 14 Uhr. Achim Hauser informiert über die Folgen der Osteoporose an der Wirbelsäule, über die Therapie von Wirbelsäulenfrakturen, und er zeigt Demonstrationen am Modell. Die Mitarbeiter der Physiotherapie gehen auf die physiotherapeutischen Aspekte der Krankheit ein.
Im Ärzteseminar, das um 17.30 Uhr beginnt und an dem auch interessierte Patienten teilnehmen können, beleuchtet Dr. Thomas Brabant den aktuellen Stand der Osteoporose-Therapie. Außerdem geht es in einem weiteren Beitrag von Achim Hauser um die Therapiemöglichkeiten der osteoporotischen Wirbelkörperfraktur. Eine Diskussion schließt sich an.
Bei der Osteporose handelt es sich um eine Schwächung der Knochenstabilität. Nach den Worten von Achim Hauser sind Knochen keine tote Substanz, wie Laien oftmals glauben. Sie machen Aufbau- und Abbauphasen im Laufe des Lebens durch. Mit zunehmendem Älter häufen sich aber die Abbauphasen. Bei Frauen liegt die Ursache oftmals in einer Hormonumstellung. Es kommt zu einer verminderten Knochenqualität, sodass die Knochen leichter brechen. Häufig betroffen ist die Wirbelsäule, außerdem Handgelenk, Hüftgelenk und Oberschenkel.
Wie Achim Hauser mitteilt, sind Rückenschmerzen häufig auf Wirbelsäulenfrakturen zurückzuführen. Nicht selten sind scheinbar harmlose Stürze die Ursachen für diese Frakturen.
Calcium und Vitamin D
Einer Osteoporose kann aber vorgebeugt werden, durch eine calciumreiche Ernährung mit Milchprodukten zum Beispiel. Auch Vitamin D ist hilfreich. Durch viel Sonnenlicht kann es in einer aktive Form ungewandelt werden. Darüber hinaus hilft Bewegung. Sie baut nicht nur den Muskel auf, sondern auch den Knochen. Bei der Behandlung der Osteoporose werden Medikamente, auch Hormonpräparate, eingesetzt.
