Nordenham - Ein buntes Programm rund um Hund, Katze & Co mit zahlreichen Angeboten, Informationen und Unterhaltungspunkten erwartete am vergangenen Sonntag die über 700 Besucher der zweiten Nordenhamer Haustiermesse. Mehr als 20 Aussteller – gemeinnützige Vereine, gewerbliche Anbieter und Privatleute, die Experten in Sachen Tierhaltung sind – beteiligten sich an der Veranstaltung, die bereits zum zweiten Mal vom Tiersuchdienst Wesermarsch organisiert worden war und von Nordenham Marketing und Touristik unterstützt wurde.
Einige von ihnen, wie zum Beispiel der Verein Kitten in Not Bremerhaven, die Katzenhilfe Oldenburg, Der Kleine Hofladen aus Berne oder die Meerschweinchen-Züchterin Michaela Hauken nahmen erstmalig an der Nordenhamer Haustiermesse teil.
Es geht um Aufklärung
„Es geht uns bei der Veranstaltung nicht nur darum, Menschen für Tiere zu begeistern, sondern vor allem um Aufklärung“, sagte Vorstandsmitglied Silvia Kerney vom Tiersuchdienst. „Menschen müssen wissen, wie eine jeweilige Tierart artgerecht gehalten wird und wie viel Verantwortung es bedeutet, ein Tier aufzunehmen.“ Vor diesem Hintergrund konnte auf der Messe, wie schon bei der Premiere vor zwei Jahren, die Vielfalt von Tierzubehör – vom artgerechten Futter bis hin zum tierischen Spielzeug – in Augenschein genommen und erworben werden. Aber die Gäste hatten ebenso die Möglichkeit, vor Ort Fachvorträge von Tierärzten zu hören und mit den Experten Fragen rund um die Haustierhaltung zu diskutieren.
Im Obergeschoss beobachteten vor allem die jungen Besucher Meerschweinchen, Zwergkaninchen und Frettchen und durften sie unter fachgerechter Anleitung auch streicheln. Auf dem Außengelände standen Lamas und Mini-Shettys. Vor der Friedeburg war ein Parcours für die Hunde des Hundesportvereins Nordenham aufgebaut. Die Kinder hatten die Gelegenheit, sich schminken zu lassen und draußen auf der Hüpfburg zu verausgaben.
Tombola mit 800 Preisen
Ein Höhepunkt der Veranstaltung war die Tombola mit 800 Preisen, die von Firmen, Vereinen und Privatpersonen aus der Region gesponsert worden war. „Wir haben insgesamt rund 1400 Lose verkaufen und damit die Messe komplett finanzieren können“, freute sich Heidi Huth-Hinrichs vom Tiersuchdienst am Ende der siebenstündigen Veranstaltung. „Obwohl heute nur halb so viele Besucher wie vor zwei Jahren gekommen sind“, sagte sie weiter.
Die Nordenhamerin führt die rückläufigen Besucherzahlen auf die Tatsache zurück, dass am Sonntag parallel zu der Messe zwei andere öffentliche Veranstaltungen stattfanden. „Den idealen Termin für unsere Messe gibt es wohl nicht. Irgendetwas ist in Nordenham ja immer los“, fügte sie lachend hinzu. Zufrieden zeigten sich aber auch viele Aussteller wie zum Beispiel Insa Warms-Cangalovic von der Organisation Ärzte gegen Tierversuche. „Wir sind heute bereits zum zweiten Mal hier“, erklärte sie. „Und es macht Spaß, mit den Leuten ins Gespräch zu kommen. Als Tierliebhaber sind die meisten Besucher natürlich für das Thema Tierversuche schon sensibilisiert.“
Tiere wurden auf der Messe natürlich nicht verkauft und bei den Lamas und Ponys handelte es sich ausschließlich um Therapietiere, die Trubel gewöhnt sind. Auch wenn die Vorbereitungen der Haustiermesse sehr arbeitsintensiv sind, es gilt unter anderem, möglichst viele Sponsoren und Aussteller zu finden, ist schon jetzt eine dritte Auflage der Haustiermesse für 2019 geplant, zum zehnjährigen Vereinsjubiläum. Im nächsten Jahr wird der Tiersuchdienst wieder sein Sommerfest feiern. Der Termin wird voraussichtlich vor den Sommerferien liegen.
