Nordenham - Aus Anlass des Internationalen Frauentags fordert die IG Metall Wesermarsch die Politik auf, ein Recht auf Heim-Arbeit einzuführen. „Das Vorhaben der SPD darf nicht am Widerstand der CDU scheitern“, sagt Geschäftsführer Martin Schindler. „Aktuelle Studien zeigen, dass Homeoffice bei Männern wie Frauen dazu führt, dass beide mehr Überstunden zu Hause machen. Gleichzeitig zeigen die Untersuchungen, dass Frauen stärker als Männer in die Betreuung ihrer Kinder investieren, wenn sie von zu Hause aus arbeiten.“

Die Politik müsse faire und sichere Rahmenbedingungen für die Heim-Arbeit schaffen, so Martin Schindler. „Das fängt damit an, dass die Beschäftigten nicht ständig von ihrem Chef erreicht werden dürfen. Für eine bessere Aufteilung der Betreuung kann die Politik eine Verlängerung der Partnermonate bei der Elternzeit oder ein Recht auf Familienarbeitszeit einführen.“

Klare und sichere Regeln für die Heim-Arbeit könnten nach Ansicht der Gewerkschaft auch verhindern, dass Frauen in der Teilzeitfalle stecken bleiben. „Frauen gehen immer noch häufiger in Teilzeit als Männer, weil sie häufiger die Betreuung der Kinder und die Hausarbeit übernehmen. Wenn es einen gesetzlichen Rahmen gibt, wann Feierabend bei der Heim-Arbeit ist, kann die Betreuungsarbeit auch partnerschaftlicher verteilt werden“, sagt Birte Reimann, die für die Frauenarbeit in der Geschäftsstelle Wesermarsch zuständig ist.