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Immobilien DAA macht Platz für Jobcenter

NORDENHAM - Nach zehn Jahren kommt es zu einem Mieterwechsel im Südrand-Gebäude am Marktplatz: Die Deutsche Angestellten-Akademie (DAA) zieht aus und macht damit Platz für das Jobcenter Wesermarsch. Die DAA, die im zweiten Stock des Eckhauses eine Schulungsstätte zur beruflichen Weiterbildung betreibt, verlässt die Räume zum 30. Juni.

Nach einigen Umbaumaßnahmen will das Jobcenter spätestens Anfang September das neue Domizil in Betrieb nehmen. Bei dem Jobcenter handelt es sich eine gemeinsame Einrichtung des Landkreises Wesermarsch und der Agentur für Arbeit. Die Behörde, die zum 1. Januar dieses Jahres mit Niederlassungen in Nordenham und Brake gegründet wurde, betreut Hilfebedürftige nach dem Sozialgesetzbuch II.

Geschäftsführer des Jobcenters Wesermarsch ist der ehemalige Nordenhamer Arbeitsamtsleiter Günter Thielemann. Nach seinen Angaben benötigt die neue Behörde in Nordenham Platz für rund 40 Mitarbeiter. Zurzeit sind die Jobcenter-Beschäftigten in der Unterweserstadt auf drei Standorte aufgeteilt: im Rathaus, in der Agentur für Arbeit und in der Alten Post. Da dieser Zustand auf Dauer keine Lösung ist, hat sich Günter Thielemann nach Räumen umgesehen, die groß genug für die komplette Jobcenter-Belegschaft und die Kundenbetreuung sind.

Eigentümer aus Cuxhaven

Dabei reifte die Idee, unter ein Dach mit der Agentur für Arbeit zusammenzuziehen, die im ersten Stock des Südrand-Gebäudes untergebracht ist. Diese Variante fand auch die Zustimmung des Cuxhavener Bauunternehmens Lüdke, das Eigentümer der Südrand-Immobilie ist. Nachdem sich Jobcenter, Arbeitsagentur und Lüdke einig waren, bekam die DAA eine Kündigung zum 30. Juni.

Nach Angaben des Jobcenter-Geschäftsführers Günter Thielemann tritt seine Behörde künftig als Hauptmieter auf. Von der insgesamt etwa 1500 Quadratmeter großen Fläche im 1. und 2. Stock vermietet das Jobcenter rund 250 Quadratmeter an die Agentur für Arbeit weiter, in der acht Beschäftigte tätig sind. „Einige Räume werden auch gemeinsam genutzt“, sagt Günter Thielemann. Da Jobcenter und Agentur „viele Berührungspunkte“ haben, ist er froh, dass sie an einem Standort zusammengeführt werden können.


Allerdings ist im Interesse der Kunden eine klare räumliche Trennung vorgesehen. Laut Günter Thielemann übernimmt das Jobcenter den kompletten 1. Stock, während die Agentur für Arbeit in den 2. Stock wechselt.

Die Deutsche Angestellten-Akademie hat nach einiger Sucherei jetzt auch ein neues Domizil in Sicht. Frank Schreiber, der das DAA-Kundencenter in Nordenham leitet, möchte sich zu dem künftigen Standort allerdings noch nicht äußern, weil die Verträge noch nicht unterschrieben sind.

Die Immobiliensuche hatte sich für die DAA als nicht einfach gestaltet, zumal für Schulungsräume bestimmte Richtlinien eingehalten werden müssen. Daher ist Frank Schreiber erleichtert, dass sich jetzt eine Lösung abzeichnet.

15 DAA-Beschäftigte

Bei der DAA in Nordenham sind sieben feste Mitarbeiter und acht Honorarkräfte tätig. Die Bildungseinrichtung bietet unter anderem Schulungen in gastronomischen und kaufmännischen Berufen an. Die Qualifizierungsmaßnahmen übernimmt die DAA zum Großteil im Auftrag der Agentur für Arbeit. Zum Angebot gehören auch Schulungen in Betrieben, berufsbegleitende Industriemeisterkurse und Lehrgänge zur Vorbereitung auf die Ausbildereignungsprüfung.

Im Südrand-Gebäude verfügt die DAA auf einer Fläche von 650 Quadratmetern nicht nur über Unterrichtsräume, sondern auch über eine Schulungsküche und ein Ausbildungsrestaurant. Am neuen Standort wird sich die DAA mit etwa 500 Quadratmetern begnügen.

Norbert Hartfil
Norbert Hartfil Redaktion Nordenham (Leitung)
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