Nordenham - Die Kaninchenplage auf dem Strandgelände zwischen Union-Pier und Großensieler Hafen hat sich sozusagen von selbst erledigt. Die Betreiber des Nordenhamer Campingplatzes hatten im vergangenen Jahr über schwere Schäden durch die im Strandbereich lebenden Wildkaninchen geklagt, die Gebäude und Wohnwagen untergraben und für viele Stolperfallen gesorgt hatten.

Deshalb hatte sich auch die Stadtverwaltung des Themas angenommen und den Hegering Nordenham, beziehungsweise Christian Geil als Pächter des Jagdbezirks, mit ins Boot geholt. „Nachdem wir die Genehmigung zur Jagd hatten, haben wir die Termine angesetzt“, erzählt Hegering-Schatzmeister Hartwig Meyer, Mitorganisator der Jagd auf die Strandkaninchen.

Doch schon nach zwei Terminen stellte der Hegering die Jagd am Strand wieder ein, denn die Teilnehmer waren in diesem Bereich auf viele bereits tote Kaninchen gestoßen. Wie sich herausstellte, waren diese an der sogenannten China-Seuche (hämorrhagische Kaninchenkrankheit) erkrankt und verendet, berichtet Hartwig Meyer. Unter den lebenden Kaninchen ließen sich jedoch erkrankte Tiere äußerlich schlecht von nicht befallenen unterscheiden. „Damit wir nicht die gesunden Tiere erwischen, haben wir die Jagd eingestellt“, erzählt Hartwig Meyer.

Über den Winter habe sich der Kaninchenbestand inzwischen wieder erholt, berichtet er. Auf dem Campingplatz seien bereits erste Gebäude wieder untergraben, berichtet Hartwig Meyer. Deshalb will der Hegering im Herbst wieder eine Genehmigung zur Jagd im Weserstrandbereich beantragen.

Merle Ullrich
Merle Ullrich Redaktion Brake