NORDENHAM - Markus Wedemeyer wird neuer Ortsbeauftragter der Johanniter-Unfall-Hilfe in Nordenham. Der 27-jährige Arzt löst den bisherigen Ortsbeauftragten Klaus Martin ab, der 30 Jahre lang im Amt war. Offiziell vollzogen wird die Übergabe mit einem Festakt am nächsten Sonntag, 11. November, ab 11 Uhr im Burgsaal der Stadthalle „Friedeburg“.

Markus Wedemeyer ist der Sohn des früh verstorbenen Redakteurs Harald Wedemeyer. Nach einem Studium in Lübeck arbeitet er jetzt in der Abteilung Innere Medizin im St.-Johannes-Hospital in Varel. Den Johannitern ist er 1998 beigetreten; im folgenden Jahr trat er seinen Zivildienst an: beim Rettungsdienst im Johanniter-Ortsverband Stedingen. Jetzt leitet er das Team Neue Medien im Landesverband Niedersachsen/Bremen und ist maßgeblich an Aufbau und Pflege der Internet-Seite der Nordenhamer Johanniter beteiligt.

Klaus Martin ist seit dem 22. März 1977 Ortsbeauftragter; damals trat er die Nachfolge von Margarethe Festerling an, die das Amt seit der Gründung im März 1962 inne hatte. Der 57-Jährige ist berufenes Mitglied des Jugendausschusses des Stadtrates und der Technischen Einsatzleitung des Landkreises Wesermarsch. 1990 erhielt er das Ehrenzeichen des Feuerwehrverbandes, 1992 die Ehrennadel am Bande des Johanniterordens und 1999 das Bundesverdienstkreuz.

Künftig wird der Metaleurop-Mitarbeiter als stellvertretender Ortsbeauftragter wirken und sich verstärkt der Auslandshilfe und dem Katastrophenschutz im Landkreis widmen. Klaus Martin hat die Auslandshilfe wesentlich aufgebaut. 1999 fuhr er einen Hilfstransport nach Montenegro und ins Kosovo. Seitdem leitet er jedes Jahr einen Transport – abwechselnd ins alte Königsberg und nach Litauen. Diese Transporte sollen ausgeweitet werden und mindestens zweimal jährlich stattfinden, teilt der Pressesprecher Stefan Greiber mit.

Zudem wird Klaus Martin neuer stellvertretender Ortsbeauftragter. Er löst in dieser Funktion Ingo Nordenholt ab, der zum Geschäftsführer aufrückt. Der Arbeitsmedizinische Assistent gehört den Johannitern seit 1982 an; 1989 erhielt er das Ehrenabzeichen am Bande.