Nordenham - Der Vorsitzende des Caritas-Kreisverbands, Ludger Abeln, und der Geschäftsführer Ralf Bunten, können aufatmen. Die Suche nach einer neuen Leitung für das Mehrgenerationenhaus haben sie schneller abgeschlossen, als viele erwartet hatten. Es gibt allerdings keinen Grund, sich gemütlich zurückzulehnen. Denn der Zustand des Gebäudes an der Viktoriastraße 16 bereitet Vorstand und Geschäftsführung zunehmend Bauchschmerzen.
Ludger Abeln macht kein Geheimnis daraus, dass sich das Haus in einem stark sanierungsbedürftigen Zustand befindet. Er schätzt, dass die Caritas mindestens eine Millionen Euro investieren müsste, um es auf Vordermann zu bringen. Eigentümerin der Immobilie ist die katholische Kirchengemeinde St. Willehad. Die hat der Caritas das Haus jetzt für einen schmalen Preis zum Kauf angeboten. Und damit haben auch die Überlegungen an Dynamik gewonnen, ob der Standort für das Mehrgenerationenhaus an der Viktoriastraße auch in Zukunft noch der Richtige ist.
Ludger Abeln findet nach wie vor, dass der Standort für das Mehrgenerationenhaus gut geeignet ist. Aber es gibt auch andere Meinungen. Nach seinen Worten können sich die Paten des MGH, Bärbel Stührenberg und Dr. Rainer Menge, gut vorstellen, dass das Haus in der Innenstadt besser aufgehoben wäre. Vorstand und Geschäftsführung stehen solchen Überlegungen aufgeschlossen gegenüber, zumal sich die Frage stellt, ob eine Sanierung letztlich teurer ist als ein Umzug in die Innenstadt.
Ralf Bunten kündigt Gespräche mit den Partnern des Mehrgenerationenhauses, auch mit der Stadt Nordenham, an. „Wir müssen darüber sprechen, ob das Mehrgenerationenhaus am jetzigen Standort zukunftsfähig ist.“
Das Gebäude an der Viktoriastraße ist 1915 als St.-Vinzenz-Kinderheim gebaut worden. Diesen Zweck erfüllte es bis in die 90er-Jahre. Anschließend stand es einige Jahre leer. Nach den Worten von Ludger Abeln ist der Caritas-Verband seit 20 Jahren Mieter der Immobilie. Das Mehrgenerationenhaus wurde dort im Jahr 2007 eröffnet.
