NORDENHAM - Was das Wetter angeht, ist vom Frühling noch nicht viel zu spüren. Aber in der Pflanzenwelt sind seine Vorboten nicht zu übersehen. Das gilt besonders für die Parkanlagen und Grünstreifen in der Innenstadt. Pünktlich zu Ostern erwacht dort die gelbe Blütenpracht, die der großen Narzissen-Pflanzaktion vom September zu verdanken ist. Initiator Fritz Jacob freut sich nicht nur über das muntere Wachstum der Blumen, sondern auch über das viele Lob, das er und seine Mitstreiter in diesen Tagen zu hören bekommen.

„Ich werde oft darauf angesprochen“, sagt der 72-jährige Kaufmann, „viele Leute rufen sogar an, um sich zu bedanken.“ Weil die Bürgeraktion nach dem aufwendigen Arbeitseinsatz zu einem nicht zu übersehenden Erfolg geworden ist, plant Fritz Jacob eine Fortsetzung. Im Herbst dieses Jahres will er erneut eine Pflanzaktion starten, um mit seinem Helferteam weitere 40 000 Narzissen-Zwiebeln in die Erde zu setzen.

Die neuen Blumenfelder sollen entlang des Verbindungsweges vom Wasserspiel am Marktplatz bis zu den Gateteichen angelegt werden. Dafür sammelt Fritz Jacob schon wieder fleißig Spenden. Wer das Blumenprojekt finanziell unterstützen will, kann seinen Beitrag auf ein Spendenkonto mit der Nummer 63 40 35 47 einzahlen, das die Stadt Nordenham bei der Landessparkasse zu Oldenburg (Bankleitzahl 280 501 00) eingerichtet hat. Der Verwendungszweck lautet „Bürgeraktion Narzissen”. Die bisherigen Pfanzmaßnahmen schlagen mit rund 5000 Euro zu Buche.

Fritz Jacob und die Gartenbauexperten in seiner Mannschaft haben sich bewusst für die kleinwüchsige Sorte „Tête-à-tête“ entschieden. Denn diese Blume, die 2002 zur „Narzisse des Jahres“ gewählt worden war, ist widerstandsfähig und vermehrungsfreudig. Fritz Jacob geht davon aus, dass sich die Zwiebeln bis zum nächsten Frühjahr verdoppelt haben. Ein weiterer Vorteil von „Tête-à-tête“ ist deren lange Blütezeit.

Da Ostern in diesem Jahr auf einen sehr frühen Termin fällt, ist laut Fritz Jacob nicht unbedingt damit zu rechnen gewesen, dass die gelben Köpfe dann schon aufblühen. Aber aufgrund des milden Februars kamen die Pflanzen mit dem Wachstum gut voran. Zuletzt gab’s durch die kalten März-Tage allerdings wieder einen Dämpfer.


Ihre volle Pracht werden die Nazissen nach Fritz Jacobs Schätzung bis Mitte April erreichen. Dann soll in dem gelben Blumenlabyrinth, das im Museumspark entstanden ist, ein Ratespiel für Kinder stattfinden. Es geht um die Frage, wie viele Narzissenzwiebeln dort geplanzt wurden. Den Zettel mit der richtigen Zahl hat Fritz Jacob in einem verschlossenen Umschlag bei der Amtsgerichtsdirektorin Dr. Claudia Nolte-Schwarting hinterlegt.

Fritz Jacob macht kein Geheimnis daraus, dass er „schon ein bisschen Stolz“ auf den Erfolg der Narzissenaktion ist. Was ihn jedoch ärgert, sind Zeitgenossen, die das Blütenmeer für einen Selbstbedienungsladen halten. Er bittet mit Nachdruck darum, die Blumen stehen zu lassen. Zum einen, um das schöne Erscheinungsbild nicht zu trüben. Und zum anderen um das weitere Wachstum der Pflanzen nicht zu behindern.