NORDENHAM - NORDENHAM - Kaum ist die 2. Nordvision beendet, laufen schon die Planungen für eine Neuauflage der erfolgreichen Gewerbeschau an. Nach den Worten von Uwe Lenz ist es durchaus möglich, dass die 3. Nordvision in zwei Jahren erneut auf dem Messegelände in Stotel stattfindet. „Die Lage ist ideal“, sagte der Mitorganisator gestern. Aber auch andere Standorte kommen in Betracht.
Als Uwe Lenz und Udo Venema 1994 zum ersten Mal eine Gewerbeschau in Abbehausen und später unter dem Motto Schaufenster Nordenham auf dem Marktplatz veranstalteten, ahnten sie noch nichts von der Tragweite ihres Engagements. Zwölf Jahre und acht Messen später – die Gewerbeschau in Damme haben sie in diesem Jahr ebenfalls auf die Beine gestellt – kommt das Konzept nach den Worten von Uwe Lenz gut an. Es sind die regionalen Handwerksbetriebe und Unternehmen sowie Industriebetriebe, die sich den Besuchern präsentieren.
Die Erwartungen wurden mit mehr als 35 000 Zuschauern weit übertroffen, hatten die beiden Organisatoren doch „nur“ 20 000 bis 25 000 Besucher einkalkuliert. „Es war die Erlösung nach dem katastrophalen Donnerstag“, merkte Uwe Lenz an. Denn die Kosten für die 1200 Tonnen Splitt und Granulat, um den Festplatz begehbar zu machen (die NWZ berichtete), hatten sie nicht eingeplant. „Es wäre kein Vergnügen gewesen“, sagte der Messe-Fachmann. Die Besucher wären im Morast versunken.
Die Rückmeldungen nach der Nordvision bezeichnete Uwe Lenz als durchweg positiv. Bereits während der Messe hätten sich viele der rund 350 Aussteller wohlwollend geäußert. Es gab schon Zusagen für die kommende Nordvision. „Die Stimmung war gut“, strahlte der Abbehauser Geschäftsmann.
Ein großes Lob zollte Uwe Lenz der Nordenhamer City-Managerin Ilona Tetzlaff. Sie habe mit dem Konzept „Ab in die Mitte“ in den vergangenen Monaten viele Nordenhamer Kaufleute angesprochen, die sich einheitlich in Stotel präsentierten. Auch Nordenhams Wirtschaftsförderer Kay Pakula sowie Anja Hoyer trugen laut Uwe Lenz zum Gelingen der Schau unter dem Motto „eine Region stellt sich vor“ bei.
Lob gab es für die Organisatoren von anderer Seite: Die Polizei attestierte den Messe-Machern eine optimale Verkehrsplanung rund um das Gelände in Stotel. Es gab kaum Parkplatzprobleme bei der größten und professionellsten Leistungsschau im Landkreis Cuxhaven. „So etwas geht natürlich runter wie Öl“, freute sich Uwe Lenz über dieses Kompliment.
Nach getaner Arbeit lehnen sich die beiden Messe-Füchse nicht zurück. Eine Schau dieser Größenordnung benötigt eine Vorlaufzeit von rund 20 Monaten. Konzeption, Thema und Rahmenprogramm müssen aufeinander zugeschnitten werden. Zudem haben Uwe Lenz und Udo Venema ein neues Eisen im Feuer: Ihnen wurde mündlich zugesagt, in zwei Jahren erstmals eine ähnlich geartete Messe wie die Nordvision auszurichten. Die Visbek-Schau soll 2008 nach dem gleichen regionalen Strickmuster stattfinden.
