NORDENHAM - Bundesweit warten zurzeit mehr als 12 000 Menschen auf eine lebensrettende Organtransplantation. Durchschnittlich sterben jeden Tag drei Patienten, weil sie nicht rechtzeitig ein Spenderorgan erhalten haben. Denn obwohl schon seit drei Jahrzehnten Selbsthilfeverbände und viele Institutionen, allen voran die Deutsche Stiftung Organtransplantation (DSO), bundesweit auf das Thema aufmerksam machen und informieren, haben noch viel zu wenige Bundesbürger tatsächlich eine Entscheidung zur Organspende getroffen.
Am Mittwoch, 20. Juni, stellt Dr. Christian Prause von der DSO die rechtlichen und organisatorischen Hintergründe der Organspende vor und erläutert, warum jeder einen Organspendeausweis bei sich tragen sollte. Die Veranstaltung ist mit zwei Fortbildungspunkten bei der Ärztekammer Niedersachsen akkreditiert, aber auch Laien sind herzlich eingeladen. Beginn ist um 18 Uhr im Fortbildungszentrum des Vita-Forums Nordenham. Der Eintritt ist frei. Anmeldung und weitere Informationen unter Telefon 04731/390550 oder per E-Mail an fobi@vita-forum.de.
Nur etwa 20 Prozent der Bundesbürger haben ihren Willen in einem Organspendeausweis dokumentiert. Aus diesem Grund soll künftig jeder Versicherte regelmäßig von seiner Krankenkasse um eine Entscheidung zur Organspende gebeten werden. Voraussetzung dafür sind jedoch Aufklärung und Informationen, auch um mögliche Ängste und Vorurteile abzubauen. Nur wer ausreichend informiert ist, kann eine überlegte Entscheidung treffen. Dieses Ziel verfolgt der Vortrag im Vita Forum Nordenham, den die Johanniter Unfallhilfe in Zusammenarbeit mit dem Nordsee Netzwerk Gesundheit anbietet.
