NORDENHAM - Starthilfe bekamen die neuen Parlamentarier von ihren Vorgängern. Manfred Brunßen fordert Unterstützung von den Schulen.

Von Jens Milde

Dass viele Mitglieder des neuen Jugendparlaments am Montagnachmittag etwas schüchtern über die Schwelle der Rathaustür gingen, ist verständlich. Schließlich betraten die meisten von ihnen absolutes Neuland. Zum Glück gab es Starthilfe für die Parlamentarier, die im April von 1745 Nordenhamer Schülern gewählt worden waren. Bei der konstituierenden Sitzung des neuen Jugendparlaments, hatte nicht nur der alte Vorstand ein paar Tipps für die bevorstehende Arbeit parat. Auch der Vertreter des Bürgermeisters in der Verwaltung, Manfred Brunßen, der Stadtpressesprecher Harry Kühn und der Leiter der städtischen Jugendarbeit, Harald Golkowski, versuchten, den Jugendlichen die anfängliche Scheu zu nehmen.

Und so dauerte es auch nicht lange, bis die wichtigsten Tagesordnungspunkte abgearbeitet waren. In den Vorstand des Jugendparlaments wurden ausschließlich Schüler des Gymnasiums gewählt. Vorsitzender ist Till Peplau, seine Stellvertreterin Alina Elsner und Schriftführerin Anna Schnittker. Zum Vertreter für den Jugend-, Sport- und Freizeitausschuss wurde neben Till Peplau noch Maik Müller von der Realschule I gewählt.

Bevor die Führungsriege feststand, stimmte Manfred Brunßen die Jugendlichen auf ihre Arbeit ein. Er gratulierte den Parlamentariern zur Wahl. Außerdem sagte er, dass ehrenamtliches Engagement heute nicht selbstverständlich sei. Umso mehr forderte er die Schulen auf, das Engagement der Jugendlichen zu begleiten und zu unterstützen. „Fordern Sie das bei Ihren Schulleitern ein“, ermunterte er die Jugendlichen.


Harald Golkowski ist auch weiterhin für die Betreuung des Jugendparlaments zuständig, das vor zwei Jahren erstmals in der Geschichte der Stadt Nordenham gewählt worden war. „Ich bin mit der Arbeit relativ zufrieden“, sagte der Sozialarbeiter. Er regte an, dass das neue Jugendparlament eine Idee des alten Gremiums aufnimmt und Sprechstunden in einem eigenen Internet-Chatroom für Nordenhamer Jugendliche einrichtet. Außerdem schlug er vor, dass auf der Internetseite des Jugendparlaments Fotos und Kurzprotaits der Mitglieder veröffentlicht werden. Darüber hinaus wies er darauf hin, dass die Stadt Nordenham im nächsten Jahr ihr 100-jähriges Bestehen feiert. „Da kann sich sicherlich auch das Jugendparlament präsentieren.“

Was die neuen Parlamentarier in ihrer zweijährigen Amtszeit sonst noch auf die Beine stellen wollen, wird sich in den nächsten Arbeitssitzungen zeigen. Till Peplau sagte aber bereits, dass es in Nordenham zu wenig Proberäume für Bands gibt. „Die Situation ist desolat. Vielleicht können wir die Stadt mal anhauen, ob sie günstig Proberäume vermietet.“ Maik Müller zum Beispiel sagte, dass Nordenham mehr Bolzplätze braucht.