Nordenham - Seit 2007 sollen Beschäftigte im öffentlichen Dienst gemäß Tarifvertrag eine leistungsorientierte Bezahlung erhalten. Für die Beschäftigten der Stadt Nordenham ist die Umsetzung aber erst 2014 in einer Dienstvereinbarung geregelt worden. Das Land hat zum 1. Januar 2017 die Möglichkeit geschaffen, dass auch Beamte Prämien bekommen. Voraussetzung: Es muss eine einheitliche Regelung für Angestellte und Beamte geben. Der Personalrat der Stadt ist dafür. Nach einigem Zögern hat der Finanzausschuss Donnerstagabend zugestimmt.

Das Zögern resultierte aus Unverständnis über die seit 2014 geltende Dienstvereinbarung. Denn wie Carsten Huppert vom Amt für Personal und Organisation erläuterte, bekommen die Angestellten unabhängig davon, ob sie eine gute oder keine gute Leistung erbringen, eine Leistungszulage von 740 Euro brutto im Jahr. Wer darüber hinaus Besonderes geleistet hat, kann nach einem Jahresgespräch mit seinem Vorgesetzten und eventueller Beratung einer Kommission zusätzlich eine Prämie von 100 bis maximal 1000 Euro bekommen. Für diese Zulagen stehen insgesamt 260 000 Euro im Haushalt zu Verfügung, davon 10 000 Euro für Prämien. Übertragen auf die geringe Zahl von Beamten in der Stadtverwaltung muss die Stadt nun 20 000 Euro jährlich in den Haushalt einstellen (davon 1000 Euro für zusätzliche Prämien). Carsten Huppert räumte ein, dass die leistungsorientierte Bezahlung nicht optimal geregelt sei, aber die meisten Mitarbeiter seien damit zufrieden. Ähnlich Vizeverwaltungschef Bert Freese: „Die Regelung hat sich bewährt.“ Sie sei zudem nötig, um angesichts des Fachkräftemangels überhaupt Bewerber für freiwerdende Stellen gewinnen zu können.

Jetzt sollen also in gleicher Weise Beamte profitieren – sofern auch der Stadtrat zustimmt.