NORDENHAM - NORDENHAM/FIL - Für den Erhalt der Arbeitslosentren in Nordenham und Brake macht sich die Arbeitsgemeinschaft für Arbeitnehmerfragen (AfA) des SPD-Unterbezirks Wesermarsch stark. Während der Jahreshauptversammlung der AfA Wesermarsch verabschiedeten die Mitglieder eine Resolution, mit der die Städte und der Landkreis zur dauerhaften Absicherung der Arbeitslosenzentren aufgefordert werden. Hintergrund ist ein Vorstoß des Nordenhamer Bürgermeisters Dr. Georg Raffetseder (CDU), die städtischen Zuwendungen zu streichen und die Einrichtung in Zukunft auf ehrenamtlicher Basis zu betreiben.
Die AfA lehnt derartige Einschnitte ab und sieht nach dem „schändlichen Rückzug des Landes Niedersachsen“ die Kommunen in der Pflicht, für die Finanzierung der Arbeitslosenzentren aufzukommen.
Ein weiteres Thema bei der Versammlung in den „Weserterrassen“ war die aktuelle Gewerkschaftspolitik. Dazu referierte Wolfgang Jägers als Mitglied des AfA-Bundesvorstandes und Geschäftsführer der Gewerkschaft BAU im Land Bremen und umzu. Als ein Hauptanliegen der Arbeitnehmervertreter formulierte er die Einhaltung von Tariftreue und -autonomie. Speziell für das Baugewerbe mahnte Jägers Korrekturen in den Hartz-IV-Sozialgesetzen an, um Benachteiligungen in Schlechtwetterphasen auszugleichen.
Bei den Vorstandswahlen wurde der seit sechs Jahren amtierende 1. Vorsitzende Heinz Meinschien (Ver.di) aus Brake bestätigt. Wiederwahl hieß es auch für seinen Stellvertreter Claus Dörrbecker (IG Bergbau-Chemie-Energie) aus Blexen. Neu in den Vorstand rückte Horst Sander (Ver.di) aus Brake auf. Er löste die Nordenhamerin Anne Saueressig ab, die aus beruflichen Gründen nicht erneut kandidiert hatte. Zu Beisitzern wurden Rainer Ziegler (IG BAU) aus Blexen, Harald Helling (IG Metall) aus Lemwerder, Gerd Kuck (Ver.di) aus Brake, Ronald Dietz (IG Metall) aus Lemwerder, Manfred Büsing (IG Metall) aus Brake und Mustafa Dogan (IG Metall) aus Nordenham ernannt.
