NORDENHAM - NORDENHAM/FIL - Von den Enttäuschungen in seiner bisherigen Amtszeit lässt sich Stadtoberhaupt Dr. Georg Raffetseder nicht entmutigen. Das Gegenteil ist der Fall: Für die nächsten fünf Jahre bis zur Bürgermeisterwahl hat er sich allerhand vorgenommen. Voraussetzung für den Erfolg sei aber eine bessere Zusammenarbeit mit dem Stadtrat. „Sonst sehe ich schwarz für die zukünftigen Projekte“, sagt Raffetseder. Hier die wichtigsten Vorhaben:
Ansiedlung von „innovativen Kompetenzen“ im Umfeld der Industriebetriebe. Dahinter verbirgt sich das Bestreben, die Auftragsvergaben der Werke an Zulieferer und andere Fremdfirmen vor Ort zu binden.
Schaffung eines zusätzlichen Gewerbegebietes in Nähe des Wesertunnels. Eine solche „Investition mit Weitsicht“ hält Raffetseder mit Blick auf den geplanten Bau der Küstenautobahn A 22 für erforderlich.
Stärkere Berücksichtigung des Mittelstandes in der Wirtschaftspolitik. Der Bürgermeister schlägt vor, einen Vertreter des Mittelstandes als beratendes Mitglied in den Wirtschaftsausschuss des Stadtrates zu berufen.
Nutzung des Großensieller Hafens für Touristik, Freizeit und Wohnen. Die zurzeit dort angesiedelten Gewerbebetriebe sollen neue Standorte im Stadtgebiet bekommen, an denen sie sich erweitern können. Gespräche bezüglich einer Umsiedelung sind bereits angelaufen.
Errichtung eines weiteren Hafens auf dem früheren Dockbauplatz der Gutehoffnungshütte in Blexen. Bei diesem Vorhaben setzt der Bürgermeister auf eine Unterstützung durch das Land Niedersachsen.
Schaffung von Bauplätzen in Innenstadtnähe. Weil das Becker-Land auf dem Atenser Sand vor 2010 wohl nicht zur Verfügung stehen wird, sollen andere Möglichkeiten untersucht werden. Raffetseder regt an, den Bauhofstandort an der Hansingstraße aufzugeben, um das Gelände als Bauland nutzen zu können.
Fortsetzung der Verwaltungsreform. Möglichst schon im nächsten Jahr will der Bürgermeister die Dezernatsebene abschaffen. Die nächste Führungsebene unter ihm sollen künftig die Amtsleiter bilden. Zurzeit sind vier Dezernate dazwischengeschaltet.
