NORDENHAM - NORDENHAM/ULS - In den vergangen Jahren ist die Blei- und Cadmiumbelastung in Nordenham deutlich zurückgegangen. Die noch gemessenen, geringen Werte haben nach den Worten von Dr. Karsten Mohr „keinen alarmierenden Charakter mehr“. Die Bedenken, Obst oder Gemüse aus den Gärten zu essen, seien ausgeräumt, betonte der Mitarbeiter der Landwirtschaftskammer Niedersachen in der Sitzung des Umweltschutzausschusses.
In seinem Vortrag „Schwermetallgehalte im Grünlandaufwuchs und darauf basierende Fütterungsempfehlungen im Raum Nordenham“ verwies der Wissenschaftler auf die 22 Messpunkte, die in einem Drei-Kilometer-Radius um die Blei- und Zinkhütte angeordnet sind. Die Überschreitung der Grenzwerte habe in den vergangenen vier Jahren abgenommen, sagte Mohr. Ab Frühjahr würden an den Messpunkten regelmäßig Proben genommen. Eine Wiederholung finde ab Herbst an den höchstbelasteten Monitorpunkten statt. Der Grenzwert bei Blei beträgt 100 Mikrogramm pro Quadratmeter und Tag, bei Cadmium 2 Mikrogramm pro Quadratmeter/Tag.
Dass die Luftbelastung seit 1996 sehr stark zurückgegangen sei, sagte Peter Kania, Fachdienstleiter für Stadtplanung, Bauordnung und Umwelt. Nach den Worten des Fachdienstleiters lasse das Land nunmehr fast alle Messstellen abbauen. Lediglich die Nahmessstellen blieben erhalten. Das sei eine ganz erfreuliche Situation sagte Kania.
Auf die Situation in Einswarden und Blexen wies Peter Nottelmann hin. Dort gebe es einen anderen Verursacher für die Bodenbelastungen, sagte der Vorsitzende des Naturschutzvereins Nordenham. Am 22. Juni 2005 sei dort ein Erzfrachter aus Kanada entladen worden. Die Werte an den umliegenden Messpunkten gingen daraufhin in die Höhe. Die Stadt sei nicht darüber informiert worden. „Der Umschlag ist das Problem“, betonte Nottelmann.
Kania merkte an, dass die Berichte jetzt lückenlos vorliegen. Zwei Erzfrachter hätten Blexen 2005 angelaufen.
