NORDENHAM - NORDENHAM/ULS - Im Insolvenzverfahren über das Vermögen der Maschinenfabrik Seggermann & Heine hat der Insolvenzverwalter Klaus Jonek bekannt gegeben, dass die Insolvenzmasse zur Erfüllung der fälligen beziehungsweise künftig fällig werdenden sonstigen Verbindlichkeiten nicht ausreicht. Damit die Masse reicher wird, müssten Außenstände eingefordert und Insolvenzvermögen der Firma Seggermann & Heine veräußert werden, sagte der Insolvenzverwalter auf Anfrage der NWZ .

Bei einer nichtöffentlichen Gläubigerversammlung in der vergangenen Woche im Amtsgericht Nordenham war der Bremer Jurist als Insolvenzverwalter bestätigt worden. Die versammelten Gläubiger hießen die von ihm mitgetragene Übertragung des Betriebes auf eine Nachfolgegesellschaft für gut, teilte Jonek mit. Zum 1. Oktober hatte Rolf Heine, ehemaliger geschäftsführender Gesellschafter der Maschinenbaufirma, zusammen mit Michael Theerkorn die an der Neptunstraße in Einswarden ansässige Firma SEM Anlagenbau GmbH gegründet (die NWZ berichtete). Theerkorn, wie Heine gleichberechtigter Geschäftsführer des neuen Unternehmens, ist Chef der Metall-Nord AG. Der Maschinenpark der Firma Seggermann & Heine war mit vorhandenen Maschinen an der Neptunstraße zusammengelegt worden.

Bezüglich der Gläubiger-Forderungen gibt es laut Jonek eine Klassifizierung. Zunächst müssten die ehemaligen Mitarbeiter bedacht werden. Alle Ansprüche würden geprüft. Jonek hob hervor, dass 16 der 31 Mitarbeiter von der neuen Anlagenbau-Firma übernommen worden seien. Mit dem Abschluss des Insolvenzverfahrens ist laut Jonek innerhalb eines Jahres zu rechnen. Die Lage sei nicht zu unübersichtlich, sagte der Insolvenzverwalter.