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Wohnen Mit „Sonnenfängern“ Energiekosten senken

Jens Milde

NORDENHAM - Die energetische Rundumsanierung im Haus von Maike Gerdes und Michael Wolff ist inzwischen abgeschlossen. Rund 40 000 Euro haben die beiden investiert, um ihr Eigenheim den neuesten Standards anzupassen. Sie erhoffen sich dadurch nicht nur langfristig eine Kostenersparnis, sondern auch einen Beitrag zum Klimaschutz.

Dickster Brocken

Unter anderem haben sie Wände gedämmt, die Fensterscheiben ausgetauscht und einen modernen Brennwertkessel eingebaut. Der dickste Brocken im Maßnahmenpaket war der Einbau einer Solaranlage und einer Photovoltaikanlage, mit der die 48-Jährige und ihr Lebensgefährte ganz nebenbei auch noch zu Kleinunternehmern werden.

Die Solaranlage mit vier Kollektoren auf dem Dach unterstützt die Heizung und versorgt die Familie mit erwärmtem Brauchwasser für Dusche und Waschbecken. Die Photovoltaikanlage wird für die Stromerzeugung genutzt. 21 Sonnenstrom-Module hat Gunther Pühler von der Firma AEP Solar aus Oldenburg auf dem nach Südosten ausgerichteten Dach angebracht. Gunther Pühler nennt diese Solarmodule auch gerne „Sonnenfänger“. Sie fangen Photonen ein, die anschließend in elektrische Energie umgewandelt werden.

Diese Module haben nach den Worten von Gunther Pühler einen Wirkungsgrad von 22,4 Prozent. Das bedeutet, dass sie fast ein Viertel der Sonnenenergie nutzbar machen. Nach den Worten des Fachmanns handelt es sich dabei um die wirkungsvollsten Module, die zurzeit auf dem Markt sind.

Der Strom, den Maike Gerdes und Michael Wolff auf ihrem Dach produzieren, wird größtenteils ins öffentliche Netz eingespeist. Maike Gerdes und Michael Wolff versuchen aber, möglichst viel Strom selbst zu verbrauchen. Denn: „Je mehr Strom zu Hause genutzt wird, desto höher ist die Einspeisevergütung“, erklärt Gunther Pühler. Deshalb rät er, Haushaltsgeräte, die viel Strom verbrauchen, wie Waschmaschine und Wäschetrockner, dann einzuschalten, wenn die Sonne scheint. Jede Kilowattstunde, die die Familie von Maike Gerdes selbst verbraucht, wird mit einem Bonus belohnt. Und hinzu kommt: Je höher die Strompreise klettern, desto größer ist der Nutzen, den Maike Gerdes und Michael Wolff davon haben.


Zähler ausgetauscht

Im Haus der Nordenhamer war lediglich der Austausch des alten Stromzählers gegen einen neuen Zwei-Richtungszähler erforderlich. Schließlich ist der Strom seit dem Einbau der Photovoltaikanlage nicht mehr auf einer Einbahnstraße unterwegs. Für Maike Gerdes gibt es inzwischen zwei Gründe, sich über Sonnenschein zu freuen. Neben seiner stimmungsaufhellenden Wirkung zahlt er sich für die 48-Jährige auch in barer Münze aus.

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http://www.NWZonline.de/energiesparen-nordenham

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