Schortens - Nordfrost hat die Weichen für die Zukunft gestellt: Wie der in Schortens ansässige Marktführer für Tiefkühllogistik in Deutschland jetzt mitteilte, sind die Kinder von Unternehmensgründer Horst Bartels, Dr. Falk Bartels und Britta Heine, in die Geschäftsführung berufen worden. Zudem sei die Mehrheit der Geschäftsanteile Ende 2013 an sie übertragen worden, so dass Horst Bartels zum Minderheitsgesellschafter wird.

„Ich freue mich, dass das Unternehmen in Familienhand bleibt“, sagte Horst Bartels am Mittwoch im Gespräch mit dieser Zeitung. Der 69-Jährige selbst bleibt aber Sprecher der Geschäftsführung. „Es gibt keine Pläne, dass ich mich aus der Geschäftsführung zurückziehe“, betonte Bartels. „Das Unternehmen ist auf einem starken Expansionskurs, und den will ich begleiten.“

Allein in diesem Jahr wolle Nordfrost (2500 Mitarbeiter) rund 30 Millionen Euro in Aus- und Umbaumaßnahmen investieren. Neben größeren Projekten in Groß-Gerau bei Frankfurt und in Pfaffenhofen bei München investiert das Unternehmen auch im Nordwesten. Im Kühlhaus Schortens sei in diesen Tagen mit dem Einbau eines Blockheizkraftwerks begonnen worden – Investitionsvolumen mehr als vier Millionen Euro. Bartels geht davon aus, dass die Arbeiten im August abgeschlossen sein werden.

Nach einem „zufriedenstellenden Jahr 2013“ (Bartels) mit etwa konstanten Umsätzen, rechnet der Nordfrost-Gründer in diesem Jahr mit Wachstum und einem Umsatzplus von vier Prozent auf knapp 400 Millionen Euro. „Das Jahr 2014 ist gut angelaufen“, sagte Bartels. Es habe viel Neukundengeschäft gegeben und die Auslastung der Gesamtkapazitäten sei im Vergleich zum Vorjahr deutlich höher.

Mit rund 600 000 Palettenstellplätzen verfügt Nordfrost nach eigenen Angaben über die größte Tiefkühlhauskapazität in Deutschland und Europa. Weltweit liegt das Unternehmen auf Rang sechs.

Jörg Schürmeyer
Jörg Schürmeyer Thementeam Wirtschaft