NORDKREIS - Des einen Freud, des einen Leid: In den vergangenen Wochen hatte der Schnee vor allem den Kindern Spaß gemacht. Bei vielen regte er zu Kreativität an. Der 15-jährige Etienne Legat aus Friesoythe hatte so viel Schnee noch nie gesehen. Er wollte sich einmal wie ein Eskimo fühlen und ging das gezielt an: Aus Sachbüchern informierte er sich, wie ein Iglu gebaut wird. Mit diesem theoretischen Wissen ausgestattet, machte er sich an die Arbeit.

Zunächst wurden „Schneesteine“ hergestellt. In einer Holzform von 45 Zentimeter Länge, 35 Zentimeter Höhe und 25 Zentimeter Breite stampfte Etienne mit seinen Füßen Schnee zu „Bausteinen“ fest.

Kaum mit der Arbeit begonnen kamen die Nachbarkinder, der elfjährige Matthias Wedermann sowie seine ein Jahr jüngere Schwester Lena und unterstützten ihren Freund. Eine Woche lang wurde nach der Schulzeit hart gearbeitet, über 100 „Bausteine gefertigt und zusammengesetzt.

Die Statik war so gut, dass das Iglu von oben auch durch mehrere Personen begehbar war. „Unser Iglu hält auch einen Eisbären stand“, waren sich die jungen Leute einig. Auch der Innenausbau konnte sich sehen lassen, hierzu gehörten ein „Schneetisch“ und „Schneeschalen“ für Kerzen, das Iglu mit Isomatten und Decken – statt mit Fell – ausgelegt. Die „Möchtegerneskimos“ nutzten ihren Schneetisch auch für Mahlzeiten. Etienne nutzte das Iglu auch zum Schlafen.

Auf eine ähnliche Idee kamen auch Luis, Lena und Julia Ennens aus Barßel. Sie haben das an ein Indianer-Tipi erinnernde Schneehaus gemeinsam mit Cousin Tom Ummen gebaut.


Familie Willer aus Altenoythe entschloss sich eines morgens, am Barmweg einen Mann aus Schnee zu bauen. Nach vierstündiger Bauzeit erreichte der Schneemann eine Höhe von knapp 3,50 Meter. Aufgrund seiner Größe ist er selbst aus größerer Entfernung und somit von der Hauptstraße (Altenoyther Straße) noch zu sehen.

Familie Junkers aus Barßel-Neuland wurde ähnlich kreativ – ihr Schneejunge bekam eine stylische Frisur und einen markanten Bauchnabel verpasst.

Manche Leser haben ihre Kreativität beim Fotografieren ausgelebt: Axel Eickhorst etwa hat an der Soeste in Dreyschlott bei Barßel einen winterlichen Sonnenaufgang eingefangen. Hermann Fugel hingegen hat der Elisabethfehnkanal gereizt. Er schickte gleich zwei winterliche Motive an die NWZ .