NORDKREIS - „Wir sollten uns alle impfen lassen, statt das Thema zu zerreden.“ Bernd Roder hat eine klare Meinung zum Umgang mit der Schweinegrippe. Der Böseler Apotheker rät jedem zur Impfung, nicht nur, weil es um die Gesundheit des Einzelnen geht, sondern weil es darum gehe, die Ausbreitung der Neuen Grippe, auch Schweinegrippe genannt, zu minimieren. „Die Impfung ist Schutz für mich und für andere“, sagt Roder, der am Dienstagabend mit Grundschulleiter Hans Werner, Böseler Apothekern und Ärzten zu einer Impf-Informationsveranstaltung in das Forum der Haupt- und Realschule geladen hatte.
Eine Tendenz ist erkennbar: Mehr und mehr Menschen lassen sich gegen die Neue Influenza impfen. Die Wartezimmer der Hausärzte im Nordkreis sind voll. So auch die Praxis von Dr. Matthias Rolfs aus Markhausen. „Die Akzeptanz in der Bevölkerung ist sehr groß“, sagt der Mediziner. Wichtig für die Patienten sei vor allem, dass Nebenwirkungen seltener auftreten würden als im Vorfeld befürchtet.
Welche weitreichenden Auswirkungen die Neue Grippe hat, ist derzeit vor allem in den Schulen des Nordkreises erkennbar. Klassenräume sind halb leer, da viele Schüler – teils an Schweinegrippe erkrankt, teils aus reiner Vorsicht – zu Hause bleiben müssen. Die Situation habe sich nach Auskunft des Landkreises Cloppenburg zwar nicht verschärft, aber von einer Entspannung könne auch keine Rede sein.
Und auch in den Unternehmen ist die Schweinegrippe ein wichtiges Thema. „Wir nehmen das sehr ernst“, sagt Sven Schmidt, Unternehmenssprecher vom Kabelhersteller Leoni, einem der größten Arbeitgeber im Nordkreis. Im Werk in Friesoythe findet daher an diesem Mittwoch für alle 500 Mitarbeiter ein Impftag statt. „Je nachdem, wie die Resonanz ist, kann auch ein zweiter Termin angesetzt werden“, so Schmidt. Leoni unterstütze und befürworte die Aktion, „doch selbstverständlich muss jeder Mitarbeiter selber wissen, ob er sich impfen lassen möchte“, sagt der Unternehmenssprecher.
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