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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nordmilch spielt Vorteile aus

23.06.2009

BREMEN Die Nordmilch AG aus Bremen („Milram“) rechnet vorerst mit weiterhin schwachen Milchauszahlungspreisen, sie will aber im Branchenvergleich ihren Lieferanten relativ viel bieten. Das betonte Vorstandsvorsitzender Dr. Josef Schwaiger bei der Bilanzvorlage in Bremen. Man fühle sich in dieser „schwierigen Zeit für Landwirte“ besonders verpflichtet, die Kosten weiter zu optimieren.

In den ersten fünf Monaten des Jahres habe Nordmilch den Vorsprung beim durchschnittlichen Auszahlungspreis (22 Cent) gegenüber 14 Konkurrenzmolkereien bundesweit auf 0,73 (vor einem Jahr: 0,14) Cent je Kilogramm Milch ausgeweitet. Das absolute Niveau sei aber „nicht sehr erbaulich“, sagte Schwaiger. Kurzfristig sei keine Besserung in Sicht. Neun Prozent zu viel Milch seien am Markt.

Das relativ gute Abschneiden erklärte Nordmilch u.a. damit, dass der Kostenaufwand gesenkt wurde. Bereits 2008 er um 22 Millionen Euro (auf 354 Millionen Euro) gedrückt worden, so Finanzvorstand Volkmar Taucher.

Die Nordmilch spiele in der Produktion ihre Größen- und Diversifikationsvorteile aus. Auch sei man von Kontrakten zurückgetreten, die sich nicht gerechnet hätten. Die Milch wurde in andere Sparten gelenkt. Man wolle letztlich einen „nachhaltig überzeugenden Milchpreis“.

2500 Mitarbeiter

Schwaiger sieht den Nordmilch-Konzern nach Umstrukturierungen, der Schließung von mehr als zehn Standorten und dem Abbau von über 2000 Arbeitsplätzen (auf rund 2500) jetzt gut aufgestellt. Weitere Schließungen stünden nicht an. Bei den Kostenstrukturen müsse man „keinen Vergleich mehr scheuen“.

Als aktuelle „Meilensteine“ sieht der Vorstand die Fusion mit Pommernmilch, über die heute die Vertreterversammlung abstimmt, sowie die Vermarktungsfirma Nord-Contor mit Humana, die eine Kräfte-Bündelung ermögliche. Man wolle „profitabel wachsen“, das Auslands- und Markengeschäft ausbauen. Schwaiger schloss ein engeres Zusammengehen mit Humana bis hin zur Fusion nicht aus.

2009 sei der Nordmilch-Absatz „solide gestartet“. Das Käsegeschäft wachse zweistellig.

Bis Mai sank der Umsatz auf 783 (945) Millionen Euro. Die Preise lägen um 30 bis 50 Prozent unter dem entsprechenden Vorjahresniveau.

2008 war der Umsatz des Konzerns (Exportanteil: 40 Prozent) mit erneut 4,1 Milliarden Kilo Milch um 180 Millionen Euro auf 2,5 Milliarden Euro gestiegen. Wachstumsmotor war Käse. Das Eigenkapital erreichte 122,2 (102) Millionen Euro. Aus dem Überschuss von 20 (32) Millionen Euro wird eine Dividende von 4 Prozent gezahlt.

31 Cent gezahlt

2008 wurden durchschnittlich 31,2 (Vorjahr: 32) Cent je Kilo Milch ausgezahlt. Aktuell sind es 21 Cent. Waren Anfang des Jahres per Ende 2009 noch 700 Millionen kg Milch „gekündigt“, so sind es zurzeit „unter 50 Millionen“.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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