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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Industrie: Nordwesten macht die Betten

09.10.2010

BRAMSCHE Die Berufswelt von Katharina Seiferth besteht aus Daunen und Federn. Die 28 Jahre alte Textiltechnikerin prüft beim Bettdecken- und Kissenhersteller Sanders jede Lieferung auf ihre Reinheit und Qualität. Sie sortiert Verunreinigungen und kleine Fusselchen aus. „Das ist alles reine Handarbeit hier“, sagt sie.

„Diese Tests sind wichtig auch zur Bestimmung des Daunengehalts“, erklärt Seiferths Chef Kurt Kottusch. Er leitet das Sanders-Werk in Bad Bentheim. Der Daunengehalt steht auf dem Etikett einer jeden Decke und gibt Auskunft über die Qualität.

Seit 125 Jahren existiert die Firma Sanders (45 Millionen Euro Umsatz). Im April feierte die Belegschaft am Sitz in Bramsche bei Osnabrück Jubiläum. Dort werden die Stoffe für die Bettdecken und Kissen gewebt. Im ukrainischen Wynograd werden die Bett-Textilien zusammengenäht, in Bad Bentheim schließlich die Endprodukte Kissen und Bettdecken hergestellt. „Wir sind die Nummer eins in Europa bei Geweben, Decken und Daunen“, sagt Firmenchef Hans-Christian Sanders.

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Daunen sehen aus wie kleine Schneeflocken. Aus einem kaum sichtbaren Kern wachsen strahlenförmig die weichen Daunenbeinchen heraus. Federn haben dagegen einen durchgehenden Kiel, von dem nach zwei Seiten die Federhärchen abgehen. Für Bettdecken und Kissen werden nur Gänse- und Entenfedern genommen, betont Kottusch. „Wichtig ist, dass die Luft eingeschlossen wird. Nur dadurch wärmt ein Bett“, sagt Kottusch.

Beim Rundgang durch die Produktion in Bad Bentheim wird schnell klar, dass bei aller Automation noch viel Handarbeit in der Herstellung einer Bettdecke oder eines Kissens steckt. Je nach Produkt werden die Federbettdecken per Hand befüllt, auf jeden Fall aber müssen die Decken manuell zugenäht werden.

In einer Nachbarhalle werden Synthetik- und Naturhaardecken produziert. Zwar werden die Füllungen – wie etwa Vliese aus Baumwolle oder Kamelhaar – automatisch mit dem Ober- und Unterbezug der Decke vernäht. Die Feinarbeit aber geschieht an der Nähmaschine im Saal nebenan. Hier werden Ränder und Reißverschlüsse und auch die Etiketten inklusive Preisschild angenäht.

Seit 2001 stellt Sanders nicht nur das Gewebe für Bett-Textilien her, sondern das gesamte Produkt, von der Weberei bis zur Füllung. Das bedeutet Arbeit für 773 Menschen.

Einfallsreich müssen deutsche Federbetthersteller sein, betont Friedrich Verse vom Branchenverband VDFI. „Wir können niemals so preiswert sein wie die Anbieter aus Asien“, sagt er. Aber hier sei man eben kurzfristig zu Designänderungen und weiteren Lieferungen in der Lage.

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