Oldenburg - Der Nordwesten sollte bundesweit stärker auf sich aufmerksam machen – gerade im Hinblick auf die Attraktivität für Fach- und Führungskräfte. Das regt der Arbeitgeberverband Oldenburg (AGV) an. Der Vorstand hat das Thema „Standortmarketing“ auf der Tagesordnung, berichtete Hauptgeschäftsführer Jürgen Lehmann. „Alle Akteure der Region“ wie etwa Kammern, Verbände, Städte, Landkreise und Unternehmen seien gefordert.

Konkret: „Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung und des damit verbundenen Fachkräftebedarfs muss sich der Nordwesten im Wettbewerb um Fachkräfte noch besser positionieren“ – das sei die einhellige Meinung im Vorstand.

Die Ausgangslage sei gut: Der Nordwesten sei eine sehr dynamische und entwicklungsstarke Region. Eine gesunde, innovative mittelständische Wirtschaft, zukunftsweisende Branchen wie Energie-, Ernährungs- und Gesundheitswirtschaft und exzellente Hochschulen seien der Kern, so der AGV. Ein gesunder Branchenmix sorge dafür, dass der Nordwesten weniger anfällig für Konjunktureinbrüche sei. Das seien alles sehr gute Standortfaktoren für eine weiter günstige Entwicklung. „Die Herausforderung wird es aber sein, gut ausgebildetes Personal in der Region zu halten und anzuwerben“, meinte Lehmann.

Dafür gebe es gute Argumente. „Der Nordwesten hat als Lebensraum für Familien sehr viel zu bieten. „Das müssen wir selbstbewusst, intensiv und vor allem als Einheit nach außen darstellen“, forderte der Verband. „Dabei sollten Kommunen und Tourismusbranche, die Wirtschaft und die Hochschulen eng zusammenarbeiten“, erklärte Jörg Waskönig (Waskönig + Walter/Ramsloh) als Vorstandsvorsitzender des AGV.

„Dass man im Norden nicht nur Urlaub machen, sonern auch arbeiten kann, dürfen die Menschen im Süden ruhig wissen, ergänzte AGV-Vorstand Dr. Michael Fries (Cewe Color/Oldenburg). Bewerber aus Berlin, München oder Köln sollten einfach erkennen können, dass es attraktiv ist, im Nordwesten zu arbeiten.


„Um dieses Ziel zu erreichen, sollten die Vorzüge der Region noch transparenter und umfassender kommuniziert werden und optimaler abrufbar sein“, so Lehmann. Nach den Erfahrungen von Peter Schulze, Geschäftsführer der Kurbetriebsgesellschaft Bad Zwischenahn, ist das Image der Region schon jetzt oft ein gutes Argument in Bewerbergesprächen. Mancher komme nach auswärtigen Erfahrungen auch gern in die Heimat zurück. Dies bestätigte auch Büfa-Geschäftsführer Werner zu Jeddeloh.