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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Studie: Nordwesten steckt voller Energie

23.05.2013

Oldenburg /Im Nordwesten Energiewirtschaft im Nordwesten – eine Erfolgsstory? Nach einer Potenzialstudie des Oldenburger Energiecluster OLEC und des Landkreises Aurich für die Wachstumsregion Ems-Achse besteht daran kein Zweifel. „Die Region ist Vorreiter im Hinblick auf die Energiewende“, bilanzierte Prof. Dr. Ulrich Scheele von der Arbeitsgruppe für regionale Struktur- und Umweltforschung am Mittwoch im Alten Rathaus in Oldenburg.

Gemeinsam mit Projektleiter Dr. Uwe Kröcher (Regio GmbH) und Dr. Arno Brandt (Leiter CIMA Institut für Regionalwirtschaft) hatte Scheele sich seit Februar 2012 mit 440 Unternehmen und Forschungseinrichtungen befasst – „bundesweit gibt es in dieser Tiefe keine vergleichbare Studie“, betonte Kröcher. Das Ergebnis: Der Nordwest-Region ist es seit 2000 gelungen, sich von einer ehemals strukturschwachen Region überregional als führende Energieregion zu entwickeln.

Bei der Energieerzeugung sowie der Energiedurchleitung und -verteilung nehme diese Region eine Schlüsselposition innerhalb des nationalen und zum Teil auch des europäischen Energieversorgungssystems ein. Ein Beleg: Fast 13 Prozent des 2011 bundesweit erzeugten Windstroms kam aus dem Nordwesten, davon entfallen allein 3,2 Prozent auf den Landkreis Aurich. Am insgesamt in Deutschland erzeugten grünen Strom erzielt die Region einen Anteil von 7,5 Prozent. Und der Anteil der Region an Erneuerbaren Energien sei mittlerweile höher als an fossilen Energien. Das sei in keiner anderen größeren Region deutschlandweit so.

Des Weiteren habe sich die Energiewirtschaft zu einem Beschäftigungsmotor in der Region entwickelt, mehr als 30 000 Arbeitnehmer sind in der Branche beschäftigt. „Beeindruckende Zahlen“, sagte Scheele, und Kröcher kam zu dem Fazit: „Die Region hat hervorragendes Potenzial, aber es gibt auch bestimmte Risiken.“

Konkret: „Die Energiewende steht und fällt mit der Akzeptanz in der Bevölkerung.“ Hier bestehe Handlungsbedarf. Zudem würde den Themen Energieeffizienz und Energiesparen in Zukunft ein größerer Stellenwert zuteil werden. „Das bietet Firmen aus der Region eine Chance, in diesen Markt zu kommen“, sagte Scheele.

Im Anschluss tagte erstmals der neue regionale „Energiestrategierat“ (siehe Infobox). Dieser will sich unter anderem mit der Frage beschäftigen, wie man das Wissen hoch qualifizierter Mitarbeiter in der Region halten kann, falls Firmen Arbeitskräfte entlassen müssen. Am Ende des Jahres soll ein „Masterplan“ für das Thema Energiewirtschaft vorliegen.

„Es wird Aufgabe des Strategierates sein, die Erkenntnisse weiter zu verarbeiten und konzeptionell umzusetzen. Ich bin überzeugt, dass die Ergebnisse der Studie und die Konstitution des Rates unseren Energiesektor weiter aufwerten“, meinte Oldenburgs Oberbürgermeister Prof. Gerd Schwandner. Die Energiewirtschaft der Region soll eine Erfolgsstory bleiben.

Die Teilnehmer der ersten Sitzung des Energiestrategierates

Prof. Dr. Gerd Schwandner, Roland Hentschel, Gabriele Nießen, Klaus Büscher (alle Stadt Oldenburg), Harm-Uwe Weber (Landrat Kreis Aurich), Dr. Winfried Wilkens (Kreisrat Kreis Osnabrück), Katharina Deeben (Landkreis Cloppenburg), Hans-Dieter Kettwig (Enercon), Jörg Fischer (Envitec), Thomas Laaken (VW AG), Manfred Wohlers (IVG Caverns), Dr. Jörg Ritter (BTC), Dr. Thomas Vogt (Next Energy), Dr. Christoph Mayer (OFFIS), Prof. Dr.-Ing. Matthias Reckzügel (Kompetenzzentrum Energie Science to Business), Dr. Stephan Barth (Forwind), Dipl.-Ing. Thorsten Janßen (BFE), Prof. Dr.-Ing. Manfred Weisensee (Jade Hochschule).

Lars Herrmann Nordenham / Redaktion Nordenham
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