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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Nordwesten verliert Zentrale der Nordmilch

16.11.2010

BREMEN Die Fusionspläne der Molkerei-Riesen Nordmilch (Bremen) und Humana (Everswinkel) zum Jahresende werden immer konkreter – und klar ist auch: Der Nordwesten verliert eine wichtige Konzernzentrale. Die Geschäftsführung und die zentrale Verwaltung werden ihren Sitz im nordrhein-westfälischen Everswinkel haben. Das wird in einer Mitteilung der Nordmilch (1,9 Milliarden Euro Umsatz/2500 Mitarbeiter) bestätigt.

Was aus der Nordmilch-Zentrale am Bremer Flughafen wird, ist offenbar noch offen. Dort arbeiten rund 250 Mitarbeiter. „Der Mietvertrag läuft bis 2013“, hieß es dort lediglich. Es sei kaum zu erwarten, dass von heute auf morgen ein großer Teil der Kollegen nach Everswinkel umziehen werde. Allerdings wird damit gerechnet, dass schon kurzfristig die Geschäftsführung mehrere Tage in der Woche komplett im neuen Hauptquartier tätig sein könnte.

Damit entfernt sich die Leitung tendenziell von ihrer traditionellen Basis im Weser-Ems-Elbe-Gebiet. Die Nordmilch war einst aus der MZO (Oldenburg) und der „alten“ Nordmilch in Zeven entstanden. Damals verlor Oldenburg „seine“ Zentrale, unter deren Dach sich zahlreiche Genossenschaften aus dem oldenburgisch-ostfriesischen Bereich versammelt hatten. Der Sitz an der Wilhelmshavener Heerstraße wurde abgerissen.

Schwacher Trost für die Zukunft: Der juristische Sitz der Nordmilch bleibt in Zeven. Die Entscheidungen aber werden in Everswinkel getroffen.

Die landwirtschaftlichen Vertreter beider Unternehmer sollen Anfang 2011 auf einer außerordentlichen Versammlung für den Zusammenschluss stimmen, teilte die Nordmilch mit. Im Vorfeld hätten sich das Hauptamt und die Gremien bereits auf eine Struktur geeinigt.

Beide Vertragspartner sollen demnach an der neuen Gesellschaft – einer GmbH – zu gleichen Teilen beteiligt sein. Otto Lattwesen soll Aufsichtsratsvorsitzender sein. Als Sprecher der Geschäftsführung soll Dr. Josef Schwaiger das operative Geschäft und die Strategie verantworten. Albert Große Frie ist für die Integration der beiden Unternehmen zuständig. Für Vorstandsposten sind zudem Volkmar Taucher (Finanzen), Rolf Janshen (Vertrieb), Sönke Voss (Produktion), Dr. Dirk Gloy (Landwirtschaft, Rohstoff, Einkauf und Logistik) und Ingo Müller (Forschung/Entwicklung, Qualitätsmanagement) vorgesehen.

In dem Gemeinschaftsunternehmen mit Humana könne die Verwertung der Rohmilch „noch flexibler gesteuert werden“, erwartet Nordmilch. Es entstünden „weitere Synergien“. Das gelte für Milcherfassung, Produktion, Verwaltung sowie Warenlogistik. Bereits im dritten Geschäftsjahr nach der Fusion könnten die Synergien bis zu 60 Millionen Euro ausmachen. Dieser Betrag werde den Milcherzeugern zugute kommen. Offen blieb, in welchem Umfang Stellen entfallen werden.

Rüdiger zu Klampen Redaktionsleitung / Wirtschaftsredaktion
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