Oldenburg - Selbst ein akuter Notfallpatient ist die Notaufnahme im Evangelischen Krankenhaus. Wer dort in den vergangenen Jahren Hilfe suchte, musste sich schon einmal auf stundenlanges Warten einstellen, bis ein Arzt Zeit hatte.

Zugleich steht die Zentrale Notaufnahme als Prestigeprojekt ganz oben auf der Liste in der Restrukturierung des Innenstadtkrankenhauses, das sich mit Hilfe eines Millionen-Darlehens der Evangelischen Kirche nach der finanziellen Schieflage wieder Richtung Balance zu bewegen versucht (NWZ  berichtete).

30 000 Patienten mit zum Teil schwerwiegenden Verletzungen oder Beschwerden werden dort pro Jahr behandelt. Mediziner müssen zwischen der Arbeit auf der Station und der Notaufnahme durch die Stockwerke hin- und hereilen. An den Pflegenden zerren Notfallpatienten, wann sie denn endlich einen Arzt sehen. Einen verantwortlichen „Leitenden“ für die gesamte Notaufnahme gibt es derzeit aus dem Kreis der Mediziner (noch) nicht.

Der Handlungsbedarf in diesem Bereich mit der großen Anzahl an Akutpatienten, die zwischen lebensbedrohlicher Gefährdung und verstauchtem Gelenk einen Arzt verlangen, ist nicht neu: Risikogutachten in den Jahren 2005 und 2012 wiesen bereits auf Mängel in der Ausstattung, Personalbesetzung sowie in der Organisationsstruktur der Zentralen Notaufnahme hin.

Die Anordnung des Medizinischen Vorstands, Dr. Rüdiger Schönfeld, dass jeder Notfall-Patient binnen einer Stunde einen Arzt sprechen müsse, hat jetzt besonders bei den Assistenzärzten für Irritationen gesorgt und einen „Offenen Brief“ zur Folge. Zumal Mediziner, die diese Weisung nicht einhalten, namentlich direkt an den Vorstand gemeldet werden sollen.


Die Assistenzärzte befürchten, dass die Vorgabe mit der derzeitigen personellen und strukturellen Ausstattung nicht erfüllt werden kann. Engagiertes Arbeiten mit großem persönlichen Engagement bescheinigen alle Chefärzte des Evangelischen den jüngeren Kollegen in einem Schreiben als Reaktion auf den Offenen Brief. Überdies verweisen sie auf die Beseitigung der bereits seit Jahren durch Gutachten bekannten Mängel.

Medizinischer Vorstand Dr. Rüdiger Schönfeld räumt ein, dass etwas passieren muss. „Die Sicherheit der Patienten muss eingehalten werden, und wir schauen im Moment stark auf die Strukturen.“ Als Aufforderung zur Kollegendenunziation sieht er seine Anordnung allerdings nicht.

Für dringend notwendig hält auch Hans-Peter Oehne, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, die Veränderungen in der Notaufnahme. „Wir arbeiten daran, dass sich für Patienten und Mitarbeiter etwas verbessert.“

Oldenburg - Selbst ein akuter Notfallpatient ist die Notaufnahme im Evangelischen Krankenhaus. Wer dort in den vergangenen Jahren Hilfe suchte, musste sich schon einmal auf stundenlanges Warten einstellen, bis ein Arzt Zeit hatte.

Zugleich steht die Zentrale Notaufnahme als Prestigeprojekt ganz oben auf der Liste in der Restrukturierung des Innenstadtkrankenhauses, das sich mit Hilfe eines Millionen-Darlehens der Evangelischen Kirche nach der finanziellen Schieflage wieder Richtung Balance zu bewegen versucht (NWZ  berichtete).

30 000 Patienten mit zum Teil schwerwiegenden Verletzungen oder Beschwerden werden dort pro Jahr behandelt. Mediziner müssen zwischen der Arbeit auf der Station und der Notaufnahme durch die Stockwerke hin- und hereilen. An den Pflegenden zerren Notfallpatienten, wann sie denn endlich einen Arzt sehen. Einen verantwortlichen „Leitenden“ für die gesamte Notaufnahme gibt es derzeit aus dem Kreis der Mediziner (noch) nicht.

Der Handlungsbedarf in diesem Bereich mit der großen Anzahl an Akutpatienten, die zwischen lebensbedrohlicher Gefährdung und verstauchtem Gelenk einen Arzt verlangen, ist nicht neu: Risikogutachten in den Jahren 2005 und 2012 wiesen bereits auf Mängel in der Ausstattung, Personalbesetzung sowie in der Organisationsstruktur der Zentralen Notaufnahme hin.

Die Anordnung des Medizinischen Vorstands, Dr. Rüdiger Schönfeld, dass jeder Notfall-Patient binnen einer Stunde einen Arzt sprechen müsse, hat jetzt besonders bei den Assistenzärzten für Irritationen gesorgt und einen „Offenen Brief“ zur Folge. Zumal Mediziner, die diese Weisung nicht einhalten, namentlich direkt an den Vorstand gemeldet werden sollen.

Die Assistenzärzte befürchten, dass die Vorgabe mit der derzeitigen personellen und strukturellen Ausstattung nicht erfüllt werden kann. Engagiertes Arbeiten mit großem persönlichen Engagement bescheinigen alle Chefärzte des Evangelischen den jüngeren Kollegen in einem Schreiben als Reaktion auf den Offenen Brief. Überdies verweisen sie auf die Beseitigung der bereits seit Jahren durch Gutachten bekannten Mängel.

Medizinischer Vorstand Dr. Rüdiger Schönfeld räumt ein, dass etwas passieren muss. „Die Sicherheit der Patienten muss eingehalten werden, und wir schauen im Moment stark auf die Strukturen.“ Als Aufforderung zur Kollegendenunziation sieht er seine Anordnung allerdings nicht.

Für dringend notwendig hält auch Hans-Peter Oehne, Vorsitzender der Mitarbeitervertretung, die Veränderungen in der Notaufnahme. „Wir arbeiten daran, dass sich für Patienten und Mitarbeiter etwas verbessert.“