Hude/Landkreis - Die Arbeiten zur Herstellung der Flüchtlingsunterkunft des Landkreises Oldenburg auf dem Gelände der ehemaligen Zählerwerkstatt des Oldenburgisch-Ostfriesischen Wasserverbandes in Hude sind gestartet. Ab Mitte April soll die Unterkunft bezugsfertig sein.

Wie die NWZ  berichtete, sollen auf dem Areal am Reiherholz nach Umbauten in der Halle etwa 160 Betten und in Wohncontainern weitere 40 Plätze zur Verfügung stehen.

Geplant ist das Ganze als Notunterkunft für diejenigen Schutzsuchenden, die nach der Zuweisung nicht sofort einen Platz in einer der acht Kreis-Kommunen finden, um vor allen Dingen auch auf die bisherige Praxis der Belegung von Turnhallen verzichten zu können. Betreiber wird der DRK-Kreisverband. Der Kreisausschuss hat laut Sozialdezernent Bodo Bode am Montag dem Abschluss entsprechender Vereinbarungen mit dem DRK zugestimmt. Dabei ging es zunächst vor allem um das Personalkonzept. „Der dickste Brocken im Betriebskonzept“, wie auf Nachfrage Klaus Kähler vom DRK-Kreisverband berichtete.

Weitere Konzepte sind laut Kähler unter anderem das Raumkonzept sowie das Verpflegungskonzept und das Betreuungskonzept, die mit dem Landkreis abgestimmt werden. Wie die NWZ  berichtete, wird laut Landkreis auch ein Sicherheitsdienst vor Ort sein.

Das Gesamtkonzept soll der Öffentlichkeit noch im Einzelnen vorgestellt werden.


Eingerichtet werden dabei zunächst nur die rund 160 Schlafplätze in der Halle. Hinzu kommt eine Leichtbauhalle als Aufenthaltsraum und für die Essensausgabe. Zusätzliche Sanitär- und Duschcontainer werden ebenfalls aufgestellt, weil dafür der Platz in der ehemaligen Werkstatthalle nicht ausreicht, wie Architekt Ulrich Piontek von der Kreisverwaltung auf Nachfrage berichtete.

Die zunächst geplanten Wohncontainer für weitere 40 Plätze sollen erst folgen, wenn der Bedarf erkennbar wird.

Wie die NWZ  berichtete, wollte Hudes Bürgermeister Holger Lebedinzew frühzeitig einen runden Tisch mit allen Beteiligten sowie Vertretern der Anlieger zum Thema Notunterkunft einberufen. Laut Lebedinzew soll der runde Tisch jetzt erst nach den Osterferien stattfinden, wenn die Konzepte auch fertig vorliegen. Darauf habe er sich in einem Gespräch mit Anwohnern verständigt, sagte Lebedinzew auf Nachfrage der NWZ .

Es sei gut, dass es die Notunterkunft bald gebe, meinte der Bürgermeister, auch wenn im Moment nicht abzusehen sei, wie der Zustrom Schutzsuchender sich weiter entwickle. Er sprach von einer abwartenden Grundhaltung, „ohne dabei die Hände in den Schoss zu legen“.

Klaus Derke
Klaus Derke Redaktion Hude