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NWZonline.de Nachrichten Wirtschaft

Verbraucher behalten gute Laune

27.09.2019

Nürnberg Trotz einer schwächeren Konjunktur sind die Verbraucher in Deutschland weiter in Kauflaune. Der vom Nürnberger Marktforschungsinstitut GfK monatlich erstellte Konsumklimaindex legte im September erstmals seit mehr als einem halben Jahr sogar wieder zu.

Grund sei eine deutlich gestiegene Anschaffungsneigung der Verbraucher in Folge der Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), sagte GfK-Experte Rolf Bürkl. Für Oktober prognostizieren die Marktforscher daher einen zum Vormonat um 0,2 Punkte steigenden Wert auf 9,9 Zähler.

Im vergangenen Monat war der Index konstant geblieben, nachdem er zuvor drei Mal in Folge gesunken war. Einerseits hätten sich die Konjunkturerwartungen wieder etwas erholen können, auf der anderen Seite zeigten sich die Befragten bei der Einschätzung ihrer eigenen Einkommensentwicklung wieder pessimistischer, so Bürkl.

Der Beschluss der EZB, den Zins für Einlagen von Banken von minus 0,4 auf minus 0,5 Prozent zu verschärfen und das Anleihekaufprogramm wieder aufzunehmen, habe die Anschaffungsneigung klettern lassen. Zugleich aber sei die Sparneigung auf den niedrigsten Stand seit April 2016 gesunken. Offenbar befürchteten Konsumenten, dass die Banken auch von Privatanlegern einen Strafzins erheben könnten, sagte der Experte. Die Anschaffungsneigung nahm um 6,3 Zähler auf 55,1 Punkte zu.

Der Studie zufolge gewinnt die Konjunkturerwartung drei Punkte hinzu und weist jetzt einen Wert von minus 9,0 Zählern auf. Zuletzt hatte der Index für Februar zugelegt. Trotz des aktuellen Plus sehen die Konsumenten aber die deutsche Wirtschaft laut Bürkl weiter klar im Abschwung.

Die Erwartung der eigenen Einkommensentwicklung verliert 3,3 Zähler auf nun 46,8 Punkte. Sie weist aber laut GfK weiter ein überaus gutes Niveau aus.

Zugleich dämpfte der Experte zu große Erwartungen, dass das gestiegene Konsumklima auf eine konjunkturelle Trendwende zum Besseren hinweise. „Es bleibt abzuwarten, ob das ein nachhaltiger Effekt ist“, sagte er. Nach wie vor sei das Risiko einer Rezession nicht gebannt.

Der Handelskonflikt mit den USA und die ungeklärte Frage, ob Großbritannien mit oder ohne Abkommen aus der EU austreten wird, belasteten zwar vor allem die exportorientierten Unternehmen und Zulieferer. Dies werde aber auch auf die übrige Wirtschaft ausstrahlen. Um das dennoch gute Niveau der Verbraucherstimmung zu halten, dürfe sich die Lage auf dem Arbeitsmarkt nicht spürbar verschlechtern, mahnte Bürkl.

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