NüRNBERG - Jugendliche mit schlechten Noten in Mathe und Deutsch versuchen am besten, über ein Praktikum eine Lehrstelle zu bekommen. „Das ist die Chance, mit Leistung zu überzeugen“, sagte Ilona Mirtschin von der Bundesagentur für Arbeit in Nürnberg.
Denn Bewerber mit schlechten Schulnoten würden häufig aussortiert. Während einer Praxisphase im Betrieb hätten sie die Gelegenheit, ihre Begabung zu beweisen und könnten mit persönlichem Einsatz punkten.
Wer wegen seiner schlechten Noten keine Lehrstelle findet, kann etwa an einer „Einstiegsqualifizierung“ (EQ) teilnehmen: Dieses Langzeitpraktikum ist auf eine Dauer von sechs bis zwölf Monaten ausgelegt, wie Mirtschin erläutert. Jugendliche erhalten 212 Euro pro Monat. Die Teilnahme wird am Ende durch ein Zertifikat bestätigt.
